Lerche, eines der populärsten Bücher der mitteleuropäischen Moderne, spielt in wenigen Septembertagen des Jahres 1899 in einem ungarischen Provinznest namens Sárszeg. >>Lerche <
Lerche, eines der populärsten Bücher der mitteleuropäischen Moderne, spielt in wenigen Septembertagen des Jahres 1899 in einem ungarischen Provinznest namens Sárszeg. >>Lerche<<, eine junge Frau, die Vater und Mutter den Haushalt führt, wird zur Erholung aufs Land geschickt. Kaum ist sie fort, brechen die Eltern aus ihrem zurückgezogenen Leben aus: Sie essen im Restaurant, lassen sich zum Opernbesuch überreden. Der Vater, Archivar und Heraldiker, nimmt seine alte Leidenschaft, das Tarockspiel, wieder auf und kommt spätnachts betrunken nach Hause. Auch die Mutter leistet sich ihre kleinen Exzesse. Als der Zug, der Lerche zurückbringen soll, sich verspätet, werden die Eltern von maßloser Angst ergriffen. In einem kurzen Moment, dessen Ambivalenz der Freud-Leser Kosztolányi mit unvergleichlicher Subtilität gestaltet, überwältigt sie eine Ahnung, die zu schmerzhaft ist, um sich in Erkenntnis zu verwandeln.
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Autorenporträt
Dezsö Kosztolányi, 1885 in Szabadka, heute Subotica/Serbien, geboren, studierte in Budapest und Wien, begann für Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten, darunter für den Nyugat (Westen), das bedeutendste Forum der literarischen Moderne in Ungarn. Seit 1907 erschienen in rascher Folge Gedicht- und Novellenbände. Er bereiste Italien, Deutschland, Frankreich, machte die Bekanntschaft Thomas Manns, beschäftigte sich mit dem Werk von Sigmund Freud. Mit den Romanen Lerche (1924) und Anna Édes (1926), die sofort ins Deutsche übersetzt wurden, gelang ihm der Durchbruch. Kosztolányi, der auch als Ubersetzer tätig war (Shakespeare, Wilde, Goethe, Büchner), wurde Ende 1930 zum Präsidenten des ungarischen PEN-Club gewählt. 1933 erschien der Novellenzyklus Kornél Esti (dt. 2004 und 2006). Kosztolányi, von Peter Esterhazy als »größter ungarischer Schriftsteller« gewürdigt, starb 1936 in Budapest. Geboren am 2.1.1946 in Rimavská Sobota (Slowakei) als Tochter einer Ungarin und eines Slowenen. Kindheit in Budapest, Ljubljana und Triest. Volksschule und Gymnasium in Zürich, 1964 Abitur. 1965-1971 Studium der Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. 1971 Promotion (Dissertation: Studien zum Motiv der Einsamkeit in der russischen Literatur, Herbert Lang Verlag, Bern 1973). 1971-1977 Assistentin am Slawistischen Institut der Universität Zürich. Seit 1977 Lehrbeauftragte der Universität Zürich. Außerdem Schriftstellerin, Übersetzerin und Publizistin (Neue Zürcher Zeitung, DIE ZEIT). Ilma Rakusa ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt). Sie lebt in Zürich.
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