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Löwen - Blumenberg, Hans
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In vielen Jahren hat Hans Blumenberg (1920-1996) in der Literatur, der bildenden Kunst und der Philosophie die unterschiedlichsten Löwenbilder und -geschichten gesammelt und sich seine Gedanken dazu gemacht. So auch über die Löwen des Henri Rousseau, die er als "verhinderte" Löwen bezeichnet, denn Rousseau habe das Paradies gemalt. Paradiese aber "sind dadurch definiert, dass in ihnen Löwen am wenigsten das sein können, was sie sind, zugleich aber an ihrem Wesen nicht leiden können. Diesem Paradox genügt das Fehlen des Mediums zwischen den Dingen, das diesen auf Rousseaus Bildern die magische…mehr

Produktbeschreibung
In vielen Jahren hat Hans Blumenberg (1920-1996) in der Literatur, der bildenden Kunst und der Philosophie die unterschiedlichsten Löwenbilder und -geschichten gesammelt und sich seine Gedanken dazu gemacht. So auch über die Löwen des Henri Rousseau, die er als "verhinderte" Löwen bezeichnet, denn Rousseau habe das Paradies gemalt. Paradiese aber "sind dadurch definiert, dass in ihnen Löwen am wenigsten das sein können, was sie sind, zugleich aber an ihrem Wesen nicht leiden können. Diesem Paradox genügt das Fehlen des Mediums zwischen den Dingen, das diesen auf Rousseaus Bildern die magische Unbezüglichkeit gibt: Sie haben keine Atmosphäre und keine Relationen. Darin liegt, allgemeiner als nur für Löwen: Nichts riecht nach etwas und alles schmeckt nach nichts. Deshalb denken Leute, die an nichts Geschmack finden können, so gern an Paradiese, verlorene oder künftige." Der aus dem Nachlass edierte Band umfasst zweiunddreißig Betrachtungen, die Löwen beschreiben, kommentieren u nd ebenso erhellend wie erstaunlich und amüsant in Beziehung setzen. Die Funde reichen vom Prediger Salomo und von Euripides bis zu Thomas Mann, Odo Marquard und - Oskar Lafontaine.