Matthias Erzberger (1875-1921) war der umtriebigste und einflußreichste Abgeordnete der spätwilhelminischen Epoche. 1905/06 machte er sich einen Namen, als er im Reichstage amtliche Mißstände in den deutschen Kolonien anprangerte. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde er von der deutschen Regierung zum Leiter der »Zentralstelle für Auslandsdienst« berufen. Über seine zahlreichen Reisen und Besprechungen in den Hauptstädten der Vierbundmächte machte er sich detaillierte Aufzeichnungen. In der NS-Zeit mußten diese Papiere von seinem Nachlaßverwalter vorsorglich dezimiert werden, um sie vor dem Zugriff der Gestapo zu bewahren. Die übriggebliebenen Stücke decken die Weltkriegsjahre ab, brechen aber 1918/19 ab, als Erzberger Mitglied der Reichsregierung wurde. Das Gros der hier vorgelegten Quellen ist bislang unveröffentlicht. Sie belegen zum einen die eminente Rolle der Person Erzbergers, zum andern die Bedeutung der Jahre des Weltkrieges im Allgemeinen.
Bitte wählen Sie Ihr Anliegen aus.
Rechnungen
Retourenschein anfordern
Bestellstatus
Storno







