Dies ist die Geschichte eines Tierarztes und seiner 'Auserwählten' - der jungen Tochter eines Bauern, auf dessen Hof der Arzt von jeher die Kühe behandelt. Eines Sommers finden die beiden zueinander. Er will vor einem Trauma und seiner Einsamkeit fliehen, für sie ist es die Flucht aus der Provinz in eine aufregende Fantasiewelt. Bei ihm kann sie sein, wer und was sie will. Der Sommer schreitet voran, und die beiden entwickeln eine immer gefährlichere Faszination füreinander.
Mein kleines Prachttier erzählt von einem Mann, der einer fatalen Leidenschaft folgt, und einer jungen Frau, die Geborgenheit und einen Platz im Leben sucht. Es ist das Zeugnis einer Liebe von animalischer Wucht und moralischer Zweifelhaftigkeit.
Mein kleines Prachttier erzählt von einem Mann, der einer fatalen Leidenschaft folgt, und einer jungen Frau, die Geborgenheit und einen Platz im Leben sucht. Es ist das Zeugnis einer Liebe von animalischer Wucht und moralischer Zweifelhaftigkeit.
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Nicht ganz überzeugt liest Rezensent Thomas Combrink diesen Roman von Marieke Lucas Rijneveld, der in der Kategorie Übersetzung für den Leipziger Buchpreis nominiert ist. Erzählt wird die Geschichte eines 49jährigen Tierarztes, der aus dem Gefängnis an seine 14jährige Geliebte schreibt. Das Mädchen, Exfreundin seines Sohnes, steht nicht nur zwischen Kindheit und Pubertät, sondern auch zwischen den Geschlechtern, erfahren wir. Bisweilen schämt sich der Kritiker während der Lektüre, etwa wenn der Tierarzt in seinem Monolog allzu selbstentblößende Einsichten in seine Kindheit, seine Traumata oder seine Faszination für das Mädchen gibt. Abgetrennte Penisse, Hitler, Freud und der 11. September spielen im Text ebenfalls eine Rolle, klärt uns Combrink auf, der den Roman aber wegen der Poesie und Musikalität der Sprache und der Metaphern aus Tier- und Pflanzenwelt "erträglich" findet.
© Perlentaucher Medien GmbH
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»Obwohl es sich um Prosa handelt, ist der Monolog musikalisch, klingt wie ein langes Lamento, durchsetzt mit Euphorie und Trauer, Hoffnungen und Verlustgefühlen.« Thomas Combrink Frankfurter Allgemeine Zeitung 20220317







