Dem K nigssohn Apollonius von Tyrland ist ein wechselhaftes Schicksal beschieden: In der Zeit der Trennung von Frau und Tochter bereist er den Orient, begegnet andersartigen V lkern, exotischen Tieren und Ungeheuern, er erlebt zahlreiche Abenteuer und findet sich als Minneritter an der Seite edler Damen ein, bis er schlie lich mit seiner Familie wieder vereint wird. Diese Historie, die sich seit sp tantiker Zeit verbreitete und die Heinrich von Neustadt in mittelhochdeutscher Sprache ausschm ckend erz hlte, ist in zwei Papierhandschriften aus der zweiten H lfte des 15. Jahrhunderts erhalten, die mit zahlreichen Illustrationen ausgestattet wurden. Margit Krenn untersucht das Bildprogramm und dessen Funktionsweise systematisch und zeigt, dass die Bildgestalter eine Deutung der Geschichte lieferten, die zwar der Intention der Textvorlage entspricht, die aber mithilfe gezielter ikonographischer R ckgriffe aus christlichem, ritterlichem und heldenepischem Kontext auch eigene Akzente setzt. Damit belegt sie die eigenst ndigen M glichkeiten des Mediums Bild und bereichert die Bild-Text-Forschung um ein Musterbeispiel sp tmittelalterlicher profaner Buchillustration, das sich in besonderer Weise an qualitativ hochwertigen Vorbildern aus dem Bereich der Chronikhandschriften orientiert.
Bitte wählen Sie Ihr Anliegen aus.
Rechnungen
Retourenschein anfordern
Bestellstatus
Storno
