Unbedingt darf ich darauf Anspruch machen, dies kleine Werk des berühmten Verfassers für die Literatur erst hergestellt zu haben. Und es ist ein Werk von klassischem Werte. Es ist die erste Darstellung des abstrakten rationalen Naturrechts und der epochemachenden naturrechtlichen Staatslehre; ausgezeichnet durch Knappheit, Bündigkeit und Klarheit, ungeachtet seiner antirevolutionären und dadurch auch für die politische Geschichte merkwürdigen Absicht und Bestimmung ein ebenso revolutionäres Werk wie sein Gegenstand, der moderne Staat, als die revolutionäre Gewalt im Bunde mit dem modernen…mehr
Unbedingt darf ich darauf Anspruch machen, dies kleine Werk des berühmten Verfassers für die Literatur erst hergestellt zu haben. Und es ist ein Werk von klassischem Werte. Es ist die erste Darstellung des abstrakten rationalen Naturrechts und der epochemachenden naturrechtlichen Staatslehre; ausgezeichnet durch Knappheit, Bündigkeit und Klarheit, ungeachtet seiner antirevolutionären und dadurch auch für die politische Geschichte merkwürdigen Absicht und Bestimmung ein ebenso revolutionäres Werk wie sein Gegenstand, der moderne Staat, als die revolutionäre Gewalt im Bunde mit dem modernen Kapitalismus sich erhoben und durchgesetzt hat: der rationale Kollektivwille zum Schutze und zur Bändigung der vielen einander widerstreitenden rationalen, d. h. mit allen gesetzlich möglichen Mitteln auf ihren Vorteil und ihren Gewinn abzielenden Einzelwillen, der 'Gesellschaft'.Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
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Autorenporträt
Thomas Hobbes (1588-1679), englischer Mathematiker, Staatstheoretiker und Philosoph, ist neben John Locke und Jean-Jacques Rousseau einer der bedeutendsten Theoretiker des sogenannten Gesellschaftsvertrags. Mit vierzehn Jahren begann er sein Studium an der Universität Oxford , wo er 1603 bis 1607 vor allem Logik und Physik studierte. Nach seinem Bachelor-Abschluß 1608 wurde er Hauslehrer bei der adligen Familie Cavendish. Seine Erziehertätigkeit in Adelsfamilien verschaffte ihm die Möglichkeit zu ausgedehnten Reisen und Kontakt zu führenden Politikern und Denkern seiner Zeit. Auf den Auslandsreisen lernte er in Pisa Galileo Galilei kennen. Ferner schloß er auf seinen Reisen Bekanntschaft mit René Descartes, Marin Mersenne und Pierre Gassendi. Während seiner dritten Europareise als Erzieher entwickelte Hobbes den Plan, seine Philosophie aus drei systematisch aufeinander aufbauenden Teilen zu konstruieren: der Lehre von der körperlichen Substanz (de corpore), der Lehre vom Menschen im Naturzustand (de homine) und schließlich die Lehre vom Menschen in der Gesellschaft (de cive). Die politische Entwicklung in England zerschlug jedoch Hobbes Pläne eines systematischen Aufbaus seiner Sozialphilosophie. In den Jahren 1603 bis 1629 verschärften sich die Spannungen: Die absolutistischen Vorstellungen der Könige Jakob I. und Karl I. brachten sie in Gegensatz zum Landadel und zum Bürgertum der Handelsstädte. Karls Versuch, dem calvinistischen Schottland die anglikanische Kirchenordnung aufzuzwingen, führte zu einem Aufstand der Schotten und zur ersten militärischen Niederlage des Königs. Karl I. sah sich 1640 gezwungen, das Parlament einzuberufen, das Steuermittel für den Krieg bewilligen sollte. Hobbes hatte sich im Streit zwischen Krone und Parlament anonym für den König und gegen das Unterhaus eingesetzt und mußte deshalb 1640 nach Frankreich ins Exil fliehen. Mit seinem Werk 'De cive' versuchte Hobbes erneut, Einfluß auf die Entwicklung in England zu Gunsten einer absolutistischen Monarchie auszuüben. Wie auch später im 'Leviathan' (1651) argumentierte er für die Übertragung aller Gewalt auf einen souveränen Herrscher. Nach der Veröffentlichung seines Hauptwerks, des 'Leviathan', wurde Hobbes in England wegen des angeblich atheistischen und häretischen Charakters seines Werks vielfach von Seiten der Kirche, des Adels und von Privatpersonen angefeindet.
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