Nicht lieferbar
Panama, Transit als Mission - Krosigk, Friedrich von
Schade – dieser Artikel ist leider ausverkauft. Sobald wir wissen, ob und wann der Artikel wieder verfügbar ist, informieren wir Sie an dieser Stelle.
  • Broschiertes Buch

Seit seiner Entdeckung durch die Spanier im frühen 16. Jhd. zählt Panama zu einem der wichtigen Kompressionspunkte internationaler Beziehungen. Als kürzeste Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik entwickelte es sich zu einem Schauplatz, an dem die Interessen der maritimen Großmächte Spanien, England, Frankreich und USA nicht selten aufeinander prallten. Die Spezialisierung des Landes auf den Transitservice und die kontinuierliche externe Einflußnahme blieben für die kleine panamaische Gesellschaft nicht ohne Folgen. Zwischen Anpassung und Revolte bildeten sich spezifische Formen einer…mehr

Produktbeschreibung
Seit seiner Entdeckung durch die Spanier im frühen 16. Jhd. zählt Panama zu einem der wichtigen Kompressionspunkte internationaler Beziehungen. Als kürzeste Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik entwickelte es sich zu einem Schauplatz, an dem die Interessen der maritimen Großmächte Spanien, England, Frankreich und USA nicht selten aufeinander prallten. Die Spezialisierung des Landes auf den Transitservice und die kontinuierliche externe Einflußnahme blieben für die kleine panamaische Gesellschaft nicht ohne Folgen. Zwischen Anpassung und Revolte bildeten sich spezifische Formen einer isthmischen Überlebenstechnik und letzlich auch Gegenmacht heraus, mit der Transit zur Mission und Abhängigkeit zum Überlebensprinzip avancierten.

Die Studie vollzieht somit einen gewichtigen perspektivischen Wandel. Sie will sich nicht auf die Untersuchung der unterschiedlichen Transitregime und externen Interventionen beschränken, die Panama auf dem Weg vom Camino Real zum transisthmischen Kanal geprägt haben, sondern vor allem deren lokale Umgestaltung erfassen. Damit ist der Abstieg in die Alltagswelt panamaischer Selbstbehauptung vorgezeichnet, ein Schritt, der um so dringlicher erscheint, als der Isthmus bislang bevorzugt als Opfer der Geschichte oder als abhängige Variable großer Mächte Beachtung gefunden hat.

Die zur Jahrtausendwende bevorstehende Übergabe der Hoheitsrechte über den Kanal aus amerikanischer Hand an die Kanalrepublik ruft somit nicht nur die bewegte Geschichte der umlagerten zentralamerikanischen Landenge in Erinnerung, sondern fordert zum Überdenken alter Konzepte uns Perspektiven bei der Analyse internationaler Herschaftsprozesse heraus. So verbinden sich die Reflexionen über den isthmischen Sonderweg in dieser Abhandlung letztlich auch mit Überlegungen über die Mythen und Besonderheiten US-amerikanischer Macht, die in den vergangenen 150 Jahren dort so tiefe Spuren hinterlassen hat.

Zielgruppe/Target group: Historiker, Politologen, Soziologen

Schlagwörter/Keywords: Geschichte, Politologie, Soziologie