Sogar das Schreiben über ihre chronischen Kieferschmerzen wird bei Maggie Nelson zur Meditation über das große Ganze. »Eine der schärfsten und geschmeidigsten Denkerinnen ihrer Generation.« (Olivia Laing)Mit ihrem Mund stimmt etwas nicht. Als Kind sprach sie den meisten zu schnell und zu viel und heute leidet sie unter anhaltenden Kieferschmerzen, für die sie eine Odyssee durch die Praxen von Los Angeles auf sich nimmt. In der Absicht, die vielen Ärzt:innen besser informiert zu halten, dokumentiert sie ihren Leidensweg in den "Pathemata". Doch in diesen Aufzeichnungen geht es schnell um sehr viel mehr als physischen Schmerz: Nelson schaut ihrer Partnerschaft beim Zerbrechen zu, trauert um geliebte Menschen und stellt sich ihrer Verlustangst. Ein Nachdenken über Verletzlichkeit, das eigenwillig ist und poetisch und von der ganz besonderen Stimmung getragen wird, die Maggie Nelsons Bücher auszeichnet.
»Überaus poetisches Essay über Schmerzen und Sprache, Verletzlichkeit und Verlassen und den Trost in der Schönheit.« Hilka Dirks, taz, 6.12.25 »Mini-Absätze gestatten eine zügige, doch eindringliche Leseerfahrung. Dank Nelsons Ausdrucksweise ein Genuss, schafft sie es doch, stilistische Gegensätze aufzulösen.... Dringlich und zugleich kontemplattiv.« Moritz Holler, WDR Westart, 29.11.25 »Nelson schreibt fragmentarisch, lückenhaft, erschafft immer wieder durch unerwartete Sprünge Verbindungen und lässt viel gedanklichen Freiraum, den man selbst füllen kann.« Valerie Bäuerlein, Berliner Morgenpost, 7.11.25 »Der Text ist die Suche nach einer Sprache für die Unaussprechlichkeit des Schmerzes... Nelson erzählt ihre Geschichte gewohnt klug, lyrisch und verletzlich.« Hengameh Yaghooobifarah, Missy Magazin 06/2025 »So sehr Nelson leidet: In den trockenen Kommentierungen hat der Text abstrusen Witz.... Ein kaleidoskopisches Buch.« Michael Wurmitzer, Der Standard, 24.10.2025 »Wo der Schmerz beginnt, scheint alles andere zu enden. All das macht es um so verwunderlicher, dass Nelsons Literatur gerade hier beginnt.« Alana Tongers, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12.10.25 »Das Leiden ist eine Bedingung ihrer Existenz, die sie hinnehmen muss. Sie kultiviert ja als Schriftstellerin sowieso das Offene, das Unbeantwortete und entscheidet sich, sich in dieser Unsicherheit zu beheimaten... Diese Offenheit in ihr schreiben zu legen, das erlebt sie als Akt der Freiheit.« Susanne Billig, Deutschlandfunk Kultur, 15.10.25 »Maggie Nelsons kranker Mund ist nicht nur der vermeintliche Schreibanlass, er hat auch eine ästhetische Funktion. Er steht als Symbol für das, was den Schriftsteller ausmacht - die Sprache.« Frank Schäfer, taz, 15.10.25








