Über Gilberto Freyre zu sprechen, ist immer eine Herausforderung. Aber es ist auch eine Einladung. Ein Aufruf zur Selbsterkenntnis als Brasilianer. Ja, sich mit den Werken dieses Klassikers auseinanderzusetzen, führt uns zu unseren Wurzeln, zu einer Vergangenheit, die in seinen Büchern gar nicht so fern erscheint. Eine Vergangenheit, die Freyre analysiert und rekonstruiert und der er eine neue Form gibt, die sich von dem unterscheidet, was bis dahin über unsere soziale Zusammensetzung und unser Potenzial gesagt wurde. Ein Blick, der die Gegensätze unserer Kultur nicht außer Acht lässt, sondern sie als charakteristische Elemente unseres Ethos wahrnimmt. Man studiert Gilberto Freyre also nicht, um ihm zu widersprechen oder friedlich zuzustimmen, sondern um sich mit ihm der Debatte zu öffnen. Eine Herausforderung und eine Einladung, denn diesen Autor zu studieren bedeutet, unsere soziale Bildung ein wenig besser zu verstehen. Seine Werke sind voller persönlicher und kollektiver Erzählungen, die Identitäten, Bräuche und Werte unserer Gesellschaft widerspiegeln. Die Antwort auf die Frage "Wer sind wir?" gibt Freyre aus der Pluralität und Vielfalt heraus: ein hybrides Volk, dessen ethnische Ursprünge vielfältig sind, aber zur Einheit führen.
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