Da ich noch nicht allzu viele Kochbücher habe, die sich ausschließlich auf pflanzliche Lebensmittel beziehen, bin ich besonders neugierig auf das Buch von Beate Prader. Sie verspricht eine vegane, vollwertige Kost, die bei Wunsch sogar glutenfrei gehalten werden kann.
Nur so funktioniert es:
Ich
stoße fix auf einen Punkt, bei dem wir vollkommene Übereinstimmung erzielen: Das Essen soll frisch,…mehrDa ich noch nicht allzu viele Kochbücher habe, die sich ausschließlich auf pflanzliche Lebensmittel beziehen, bin ich besonders neugierig auf das Buch von Beate Prader. Sie verspricht eine vegane, vollwertige Kost, die bei Wunsch sogar glutenfrei gehalten werden kann.
Nur so funktioniert es:
Ich stoße fix auf einen Punkt, bei dem wir vollkommene Übereinstimmung erzielen: Das Essen soll frisch, lecker und dabei einfach zuzubereiten sein. Na klar, wer hat schon nach einem langen Arbeitstag Lust, sich die Beine stundenlang in der Küche in den hungrigen Bauch zu stehen. Nein danke, da laufe ich nur Gefahr, eher zu etwas Ungesundem zu greifen, um meinen Heißhunger zu stillen.
Gut zu wissen:
Gleich am Anfang gibt Prader Infos, was bei ihren Angaben zu beachten, und wichtig für das Gelingen der Rezepte ist. Weiter geht die Autorin auf Nährstoffe ein, die bei einer rein pflanzlichen Ernährung zu kurz kommen können. Was mir sofort ins Auge fällt, ist die schöne Bebilderung des Buches und bei jedem Rezept.
Das Buch gliedert sich in folgende Kapitel:
Grundrezepte
Aufstriche
Frühstück
Kalte Salate
Warme Salate und Beilagen
Suppen
Aus dem Topf
Aus der Pfanne
Aus dem Ofen
Kuchen und Desserts
Brot und Gebäck
Ein großer Pluspunkt sind für mich die Alternativen, die Prader bei den Rezepten aufzählt, falls man gewisse Zutaten durch andere ersetzen möchte. Es gibt aber auch Exoten bei den Zutaten, die ich nicht in meiner Küche vorrätig habe. Da verfahre ich meist nach dem „Weglassen-Prinzip“, wenn das irgendwie funktioniert. Leider finden sich keine Fett- oder Kalorienangaben bei den Rezepten. Wer darauf Wert legt, hat das Nachsehen. So weit die Theorie.
Auf zum praktischen Teil:
Gegrillter Ananas-Salat von Seite 74
Ich habe noch nie gegrillte Ananas gegessen und leider auch keinen Grill, aber in der Pfanne konnte ich sie problemlos braten. Das Rezept ist aufwendiger, als ich gedacht habe, und das Dressing schmeckt mir pur viel zu sauer, aber in Kombination mit all den Komponenten auf dem Teller, ist es rund. Eine wahre Geschmacksexplosion im Mund, die ich gerne wiederholen werde.
Geschmorter Lauch von Seite 94
Da mir Hirse nicht schmeckt, habe ich diesen durch Bulgur ausgetauscht. Diesmal geht es wirklich fix und das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. Ein Gericht, das mich rundum überzeugt. Das ist absolut feierabendtauglich; schnell, leicht zubereitet und so lecker.
Mein Fazit:
Mit „Pflanzenküche, einfach, natürlich, köstlich – Rezepte für jeden Tag“ bekomme ich einen großen Rezeptschatz an die Hand. Hier ist alles übersichtlich gegliedert, ansprechend bebildert und die Rezepte werden gekonnt erklärt. Eine vielfältige Auswahl nimmt mir jetzt die Ausreden, um zu Convenience oder anderen ungesunden Nahrungsmitteln zu greifen. Mit diesen leckeren Gerichten kann ich meinen Mann und mich verwöhnen und zeitgleich etwas Gutes für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden tun. Manchmal ist es so einfach, aber etliche Gewohnheiten haben sich über Jahrzehnte eingeschliffen, dabei ist man, was man isst! Geduld ist wohl das Zauberwort und dranbleiben sehr wichtig, denn es lohnt sich und gesundes, vegetarisches Essen schmeckt mir inzwischen bei Weitem besser als ein Burger oder Pommes.
Von mir erhält „Pflanzenküche, einfach, natürlich, köstlich – Rezepte für jeden Tag“ 5 köstliche Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Kochempfehlung.