Nach dem Tod des Sohnes kehrt ein Vater völlig betäubt in das Haus seiner Kindheit zurück; in einem Augenblick äußerster Verwundbarkeit wird ein Junge abgewiesen und legt sich zum Schlafen in den Schnee; ein alter Mann fühlt sich in seinem Körper und seiner Wohnung gefangen wie die surrende Fliege, die er am Fenster beobachtet. Breiteigs Erzählungen kreisen um Figuren, die vom Schmerz über den Verlust von Sprache gleichermaßen gelähmt wie getrieben sind. Dieses Unaussprechbare, das aus ihren Situationen entspringt, legt einen Schleier des Unheimlichen und Grotesken über alles.Das Debüt des Norwegers Bjarte Breiteig, mit dem er seinen Ruf als junger Literaturstar in seiner Heimat begründet hat, zeigt mit einer messerscharfen Sprache, wie das Unsagbare in Geräuschen, Gesten und einer rätselhaften Atmosphäre zutage tritt. Kunstvoll und sprachlich dicht schildert er Episoden, in denen sich die Tragweite einer Begegnung oder eines Unglücks zu bündeln scheint und die Menschen sich selbst und den anderen fremd zurücklässt.
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"Wie aber schafft es Breiteig, in ereignisarme, luftleere Existenzen jene Spannung reinzuzwingen, die uns am Lesen hält? Er schließt einen Pakt mit der Dingwelt, die eine nahezu magische Dimension annimmt. Er sichtet, was sich im nächsten Umfeld seiner Figuren angesammelt hat, denn all diese Einzelheiten verraten etwas über ein Leben, das sich selbst nicht zur Sprache bringt. Den Dingen wächst eine Bedeutung zu, die sie hinaushebt über ihren bloßen Gebrauchswert."(Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten)







