Marianne Ehrmanns "Philosophie eines Weibs" ist ein bahnbrechender Briefroman aus dem späten 18. Jahrhundert, der auf einzigartige Weise weibliche Selbstreflexion und gesellschaftskritische Analyse miteinander verknüpft. In einer Zeit kultureller Umbrüche und wachsender Aufklärung reflektiert das Werk, durch die fiktive Korrespondenz zwischen Frauen, die existenziellen Herausforderungen und intellektuellen Sehnsüchte weiblicher Protagonistinnen. Ehrmanns literarischer Stil zeichnet sich durch psychologische Genauigkeit, ironische Schärfe und einen immensen gestalterischen Mut aus. Ihr Werk erweitert den Kanon deutschsprachiger Frauenliteratur und problematisiert zugleich klischeehafte Geschlechterrollen und soziale Barrieren, die Frauen an der Teilhabe an öffentlichem Leben hindern. Marianne Ehrmann, selbst eine Frau voller intellektueller Neugierde und gesellschaftlicher Ambitionen, schöpft in diesem Roman aus biografischer Erfahrung und intensiver Beobachtung ihres milieus. Als eine der ersten deutschsprachigen Schriftstellerinnen, die anonym und unter eigenem Namen publizierte, kämpfte sie für weibliche Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Fortschritt. Ihre reflektierte Auseinandersetzung mit den Zwängen weiblicher Existenz offenbart sich auch als persönliche Antwort auf die Restriktionen, die ihr selbst, als Autorin und Denkerin, begegneten. "Philosophie eines Weibs" ist ein bedeutendes Dokument der weiblichen Geistesgeschichte und ausgesprochen lesenswert für alle, die an der Entwicklung der Frauenbewegung, literarischer Innovation und kritischer Gesellschaftsanalyse interessiert sind. Dieses Werk eröffnet einen intimen Einblick in den historischen Wandel weiblicher Identitätsentwürfe und regt zur anhaltenden Debatte über Geschlechtergerechtigkeit und Emanzipation an.
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