Das in deutsch-polnischer Zusammenarbeit entstandene Lehrbuch bietet eine moderne Literaturgeschichte der polnischen Literatur fur Studierende. Anhand exemplarischer Analysen und Interpretationen wird die Entwicklung der polnischen Literatur von der Romantik (1822-1863) bis zur Moderne (1890-1918) - erweitert um Bezuge zu fruheren und späteren Werken - verständlich erläutert. Die Gliederung erfolgt nicht nach Epochen, sondern nach zentralen Phänomenen und Grundbegriffen der polnischen Kultur. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkungen zwischen literarischen und gesellschaftlichen Prozessen, die letztlich ein Verständnis fur die polnische Kultur und Mentalität ermöglichen. Mit diesem Band wird eine Lucke auf dem deutschsprachigen Buchmarkt geschlossen und an die neuesten Trends der Literaturgeschichtsschreibung angeknupft.
Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension
Rezensent Ulrich M. Schmid liest den von der Polonistin Anna Artwinska herausgegebenen Band über die polnische Literatur der Romantik und des Realismus mit Staunen. Wie die Literatur in Polen gesellschaftliche Selbstaufklärung bewerkstelligte, kulturelle Muster ausbildete, die bis ins 20. Jahrhundert ausstrahlten, und sich mit den Privilegien des Adels und der Emanzipation der Frau befasste, erfährt Schmid in der Überblicksdarstellung und lernt die literarischen Gewährsleute von Adam Mickiewicz bis Maria Konopnicka kennen. Auch wie Polen zur Ukraine und zu Russland stand, spiegelt sich laut Schmid in der Literatur. Eine gute Gelegenheit, die schon sprichwörtliche Ignoranz gegenüber der polnischen Literatur zu überwinden, findet er.
© Perlentaucher Medien GmbH
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