Lieutenant Alex Delillo ist Leiterin der Mordkommission Pasadena und alleinerziehende Mutter einer 17jährigen Tochter. Die Beziehung zur ihrer Tochter ist ziemlich gespannt, seit Lacys Vater kurz nach der Scheidung an einem Gehirntumor starb. Als sich Lacy bei einem Schönheitswettbewerb anläßlich
der jährlichen Neujahrsparade als Ökoaktivistin outet und damit einen gewaltigen Skandal auslöst,…mehrLieutenant Alex Delillo ist Leiterin der Mordkommission Pasadena und alleinerziehende Mutter einer 17jährigen Tochter. Die Beziehung zur ihrer Tochter ist ziemlich gespannt, seit Lacys Vater kurz nach der Scheidung an einem Gehirntumor starb. Als sich Lacy bei einem Schönheitswettbewerb anläßlich der jährlichen Neujahrsparade als Ökoaktivistin outet und damit einen gewaltigen Skandal auslöst, verbessert dies auch nicht gerade das Mutter-Tochter-Verhältnis. Darum ist Alex fast froh, als sie zu einem Mordfall gerufen wird. Der Besitzer eines Blumengeschäfts ist ermordet worden. Ein Routinefall, ein Raubüberfall, der eskaliert ist, wie es scheint. Doch dann spitzen sich die Ereignisse zu. Alex’ Partner wird durch eine Bombenexplosion schwer verletzt, als sie das Haus eines Verdächtigen untersuchen wollen. Zusammen mit ihrem neuen Partner, Dylan Harrison vom Sprengstoffkommando, ermittelt Alex weiter und es wird immer deutlicher, dass mehr hinter dem Mord am Blumenhändler stecken muss und - zu Alex’ Entsetzen – dass ihre Tochter scheinbar darin verwickelt ist. Doch der wahre Albtraum beginnt, als Lacy entführt wird und Alex damit zum Spielball eines Psychopaten wird.
Dieses Buch zu bewerten, fällt schwer. Zum einen ist ungewöhnlich, was die Entwicklung der Geschichte angeht. Der Leser wird – genau wie die ermittelnden Polizisten – ziemlich in die Irre geführt, was unglaublich spannend ist, ein wahrer Pageturner. Durch die Ich-Erzählweise aus Sicht von Alex Delillo wird die Story zudem sehr persönlich und auch humorvoll. Darin liegt aber auch das deutliche Manko des Buches. Die ständige Selbstzerfleischung der Hauptfigur, das ständige Lamentieren, wie sehr sie als Mutter und auch als Polizistin versagt habe, wie sehr sie sich wünsche, alles ungeschehen zu machen, und dass sie schon alles gesehen hätte, aber noch nie eine solche Situation, wirkt spätestens nach der Hälfte des Buches ziemlich ermüdend. Zudem bleiben deshalb die übrigen Figuren seltsam farblos, was gerade bei der überaus interessanten und ungewöhnlichen Figur des Dylan Harrison sehr schade ist. Positiv ist allerdings zu erwähnen, dass Frost auf die inzwischen leider übliche und viel zu oft aufgesetzt wirkende Love-Story verzichtet.
Insgesamt gesehen ist "Risk" ein – mit kleinen Abstrichen – spannendes, lesenswertes Buch, das sich angenehm vom üblichen Thriller-Einerlei unterscheidet. Man darf gespannt sein, wie es in der Fortsetzung (im Original unter dem Titel „Never fear“ erschienen) weitergeht.