"Erzähl schon!", sagt sie schließlich, und es klingt merkwürdig dumpf. Der Ältere Bruder aber hebt den Kopf und guckt über die Büsche und Baumspitzen in den weiß betupften Himmel.
Ein scheinbar ewiger Sommer umfängt Neubaublöcke, amerikanische Kasernen, ein verlassenes Wirtshaus unter uralten Kastanien und die Laubenkolonie, wo die Kinder der Neuen Siedlung sich die großen Ferien vertreiben. Langsam, kaum merklich, sickert das Unheimliche ein: Ein Mord wird angekündigt, dann kommen die Boten, buchstäblich aus einer anderen Welt. Und es sieht aus, als könnten sie zumindest eines der Siedlungskinder auf die Nachtseite dieses Sommers hinüberziehen.
"Roman unserer Kindheit" ist zugleich ein radikal autobiographisches und magisch-phantastisches Buch, ein Kindheitsroman voll fiebrigem Witz und dunkler Einsicht.
Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
Ein scheinbar ewiger Sommer umfängt Neubaublöcke, amerikanische Kasernen, ein verlassenes Wirtshaus unter uralten Kastanien und die Laubenkolonie, wo die Kinder der Neuen Siedlung sich die großen Ferien vertreiben. Langsam, kaum merklich, sickert das Unheimliche ein: Ein Mord wird angekündigt, dann kommen die Boten, buchstäblich aus einer anderen Welt. Und es sieht aus, als könnten sie zumindest eines der Siedlungskinder auf die Nachtseite dieses Sommers hinüberziehen.
"Roman unserer Kindheit" ist zugleich ein radikal autobiographisches und magisch-phantastisches Buch, ein Kindheitsroman voll fiebrigem Witz und dunkler Einsicht.
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Höchst fasziniert ist Christopher Schmidt von Georg Kleins jüngstem Roman, den er ohne einen Hauch von Zweifel als dessen "bestes Buch" preist. Tief taucht der Autor darin ein in die magische Welt der Kindheit, die, wie der Rezensent schreibt, so allgemeingültig ist wie die "Mythen und Märchen". Der Roman handelt von einem Kindermörder, der in Gestalt eines Bären von einer Kinderbande in einer Provinzstadt der 60er Jahre gejagt wird, lässt der Rezensent wissen. Die schier endlosen Sommerferien werden uns dabei so "abgründig" vor Augen geführt, als hätte David Lynch ein Remake vom "Es geschah am helllichten Tag" aus den 50er Jahren vorgelegt, so Schmidt weiter. Der Kinderbande wird eine Gruppe von Kriegsversehrten gegenübergestellt, deren Kriegserlebnisse mit den Gewalterfahrungen der Kinder seltsam korrespondieren und deren Schilderung der Rezensent als ein Glanzstück dieses Romans bejubelt. Und der Roman überzeugt den Rezensenten mit seiner abgründigen Erzähllust, seinem feinen Netz an Verweisen und Verbindungslinien, seiner "schalkhaften Dämonie" und seiner seltsamen Traumlogik als die "wahre Geschichte unserer Kindheit".s
© Perlentaucher Medien GmbH
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Der Schriftsteller Georg Klein lockt seine Leser in fantastische Zwischenwelten voller Zeitschleifen, Kippmomente und übersensibler Körper. Die Wirklichkeit wird dabei virtuos infrage gestellt. Ulrich Rüdenauer Philosophie Magazin 20230314






