Die politische und rechtliche Schlüsselfrage der Revolution von 1848/49 oder: Der lange deutsche Weg zur Anerkennung der Volkssouveränität. Schönburger Gespräche zu Recht und Staat
Die politische und rechtliche Schlüsselfrage der Revolution von 1848/49 oder: Der lange deutsche Weg zur Anerkennung der Volkssouveränität. Schönburger Gespräche zu Recht und Staat
Die deutsche Revolution von 1848/49 war verfassungsrechtlich wie politisch vom Ringen um die verfassunggebende Gewalt geprägt. Das von der Frankfurter Nationalversammlung reklamierte Prinzip der Volkssouveränität forderte das überkommene monarchische Prinzip heraus. In der Folge stand dem vom Paulskirchenparlament geltend gemachten Alleinentscheidungsrecht über eine neue gesamtdeutsche Verfassung das von den monarchischen Regierungen der Einzelstaaten verfochtene Mitentscheidungsrecht gegenüber, das auf eine Vereinbarungslösung drängte. In dieser Auseinandersetzung konnte sich der Grundsatz…mehr
Die deutsche Revolution von 1848/49 war verfassungsrechtlich wie politisch vom Ringen um die verfassunggebende Gewalt geprägt. Das von der Frankfurter Nationalversammlung reklamierte Prinzip der Volkssouveränität forderte das überkommene monarchische Prinzip heraus. In der Folge stand dem vom Paulskirchenparlament geltend gemachten Alleinentscheidungsrecht über eine neue gesamtdeutsche Verfassung das von den monarchischen Regierungen der Einzelstaaten verfochtene Mitentscheidungsrecht gegenüber, das auf eine Vereinbarungslösung drängte. In dieser Auseinandersetzung konnte sich der Grundsatz der Volkssouveränität gegen die überlegenen Kräfte der Beharrung noch nicht durchsetzen. Erst die mit der Novemberrevolution 1918 errungene verfassunggebende Gewalt des deutschen Volkes schuf die Basis der Weimarer Reichsverfassung. Sie bildet auch die Legitimationsgrundlage des Grundgesetzes.
Geboren 1963; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität zu Köln; 1988 Erste Juristische Staatsprüfung; 1991 Promotion (Köln); 1997 Habilitation (Köln); Professur an den Universitäten Heidelberg und Erlangen-Nürnberg; Inhaber eines Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Universität Bonn und Direktor des dortigen Instituts für Kirchenrecht.
Inhaltsangabe
I. Einleitung II. Die Spaltung der nationalen Verfassungsbewegung in Liberale und Demokraten III. Die Spannungen zwischen Demokraten und Liberalen in der Heidelberger Versammlung und die unterschiedliche Haltung gegenüber dem Bundestag IV. Die Perspektive einer Verständigungslösung V. Die Debatten im Vorparlament VI. Der "kühne Griff" nach der politischen Macht im Namen der Volkssouveränität VII. Der tiefere Grunddissens: Ganze oder geteilte Souveränität? VIII. Das Ende aller Hoffnungen: Weder Republik noch konstitutionelle Monarchie IX. Nachspiel: Von Frankfurt über Erfurt nach Berlin/Versailles X. Weimar: Das Reich, das sind wir. XI. Bonn: Das Grundgesetz als Ausprägung des Prinzips der Volkssouveränität
I. Einleitung II. Die Spaltung der nationalen Verfassungsbewegung in Liberale und Demokraten III. Die Spannungen zwischen Demokraten und Liberalen in der Heidelberger Versammlung und die unterschiedliche Haltung gegenüber dem Bundestag IV. Die Perspektive einer Verständigungslösung V. Die Debatten im Vorparlament VI. Der "kühne Griff" nach der politischen Macht im Namen der Volkssouveränität VII. Der tiefere Grunddissens: Ganze oder geteilte Souveränität? VIII. Das Ende aller Hoffnungen: Weder Republik noch konstitutionelle Monarchie IX. Nachspiel: Von Frankfurt über Erfurt nach Berlin/Versailles X. Weimar: Das Reich, das sind wir. XI. Bonn: Das Grundgesetz als Ausprägung des Prinzips der Volkssouveränität
I. Einleitung II. Die Spaltung der nationalen Verfassungsbewegung in Liberale und Demokraten III. Die Spannungen zwischen Demokraten und Liberalen in der Heidelberger Versammlung und die unterschiedliche Haltung gegenüber dem Bundestag IV. Die Perspektive einer Verständigungslösung V. Die Debatten im Vorparlament VI. Der "kühne Griff" nach der politischen Macht im Namen der Volkssouveränität VII. Der tiefere Grunddissens: Ganze oder geteilte Souveränität? VIII. Das Ende aller Hoffnungen: Weder Republik noch konstitutionelle Monarchie IX. Nachspiel: Von Frankfurt über Erfurt nach Berlin/Versailles X. Weimar: Das Reich, das sind wir. XI. Bonn: Das Grundgesetz als Ausprägung des Prinzips der Volkssouveränität
I. Einleitung II. Die Spaltung der nationalen Verfassungsbewegung in Liberale und Demokraten III. Die Spannungen zwischen Demokraten und Liberalen in der Heidelberger Versammlung und die unterschiedliche Haltung gegenüber dem Bundestag IV. Die Perspektive einer Verständigungslösung V. Die Debatten im Vorparlament VI. Der "kühne Griff" nach der politischen Macht im Namen der Volkssouveränität VII. Der tiefere Grunddissens: Ganze oder geteilte Souveränität? VIII. Das Ende aller Hoffnungen: Weder Republik noch konstitutionelle Monarchie IX. Nachspiel: Von Frankfurt über Erfurt nach Berlin/Versailles X. Weimar: Das Reich, das sind wir. XI. Bonn: Das Grundgesetz als Ausprägung des Prinzips der Volkssouveränität
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