kleine Stadtgeschichte mit nur einem Haken ***
Zweifellos ist dies ein würdiges Buch für die Stadt Speyer. Hättest du etwa gedacht, dass der griechische König Otto als Bruder des bayerischen König dafür sorgte, dass die Stadt heute mit y geschrieben wird? ***
Ahnung hat der Autor schon, aber
er hat eins vergessen: Bei einem Stadtführer ist es unbedingte Pflicht, die genannten Orte im…mehrkleine Stadtgeschichte mit nur einem Haken ***
Zweifellos ist dies ein würdiges Buch für die Stadt Speyer. Hättest du etwa gedacht, dass der griechische König Otto als Bruder des bayerischen König dafür sorgte, dass die Stadt heute mit y geschrieben wird? ***
Ahnung hat der Autor schon, aber er hat eins vergessen: Bei einem Stadtführer ist es unbedingte Pflicht, die genannten Orte im Stadtplan zu verzeichnen. Das fehlt. Zu Beginn des Anhangs ist ein kleiner Stadtplan abgedruckt, auf dem außer fünf Kirchen, dem Judenhof und dem Altpörtl alles fehlt, was sehenswert ist. ***
Was auch fehlt ist ein Register. Nein, es fehlt nicht, nur steht die Politik im Mittelpunkt. Andere Themen sind verstreut. In der chronologischen Zeittafel fehlt, dass der Rhein 1929 zum letzten Mal so zufror, dass man gefahrlos zum badischen Ufer gehen konnte (Foto S.138). Die erste Rheinbrücke von 1938 mit einem Dampfzug nach Heidelberg ist dagegen auf S.108 zu sehen. Die Rheinbegradigung von Tulla findet sich auf S.111 und hat 2026 zweihundertjähriges Jubiläum. ***
Geschichtlich lässt das Buch keine Frage offen. Es beginnt bei den Römern, behandelt selbstverständlich den Bau des Domes von etwa 1030 bis 1061 und lässt auch die wichtigen Reichstage zu Speyer 1526 und 1529. Beim letzteren setzte sich der Kaiser durch, wogegen die evangelischen Landesfürsten von Hessen und Brandenburg protestierten, daher kommt der heute noch in der Pfalz gebräuchliche Name Protestanten.
In der Pfalz wurde auf evangelischer Seite bereits 1818 eine Vereinigung zwischen Lutheranern und Reformierten erreicht, in Baden erst drei Jahre später. ***
Nach 1689, nach der Zerstörung durch die Franzosen nahm die Bedeutung Speyers ab, das Reichsgericht zog nach Wetzlar und blieb da. Erst die Bayern im 19. Jahrhundert brachten der Stadt wieder einen Aufschwung, im 20. Jahrhundert muss man die Namen Edith Stein und Helmut Kohl mit Speyer nennen. ***
Nichts von allem fehlt. Heute gibt es 3 Sterne, in der nächsten Auflage mit besserem Stadtplan gibt es mehr.