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Niederdeutsch als Varietät der deutschen Sprache wird zunehmend aus der Sprachrealität verdrängt und möglicherweise vollständig aus der Sprachenvielfalt verschwinden. Betrachtet man neuere Forschungen zu sprachlichen Biographien in Norddeutschland, muss man von der Annahme ausgehen, dass die individuelle Ausformung des variativen/situativen Sprachgebrauchs von Hochdeutsch und Niederdeutsch abhängig ist von individuellen biographischen Prozessen, die den Spracherwerb, den Sprachgebrauch und die Sprachweitergabe gesteuert haben oder noch steuern. Die zentrale Fragestellung für die Untersuchung…mehr

Produktbeschreibung
Niederdeutsch als Varietät der deutschen Sprache wird zunehmend aus der Sprachrealität verdrängt und möglicherweise vollständig aus der Sprachenvielfalt verschwinden. Betrachtet man neuere Forschungen zu sprachlichen Biographien in Norddeutschland, muss man von der Annahme ausgehen, dass die individuelle Ausformung des variativen/situativen Sprachgebrauchs von Hochdeutsch und Niederdeutsch abhängig ist von individuellen biographischen Prozessen, die den Spracherwerb, den Sprachgebrauch und die Sprachweitergabe gesteuert haben oder noch steuern. Die zentrale Fragestellung für die Untersuchung von Sprecherbiographien muss also lauten: Welche biographischen Faktoren steuern Spracherwerb, -gebrauch und -weitergabe? In der vorliegenden Untersuchung wird die Fragestellung um eine weitere Dimension erweitert: Welchen Einfluss hat die Umgebung, repräsentiert durch den Stadtteil, auf die Praxis des Sprachgebrauchs? Wie verhalten sich Niederdeutsch-Sprecher in einer Umgebung wie Finkenwerder, in der seit Jahrzehnten enorme Umwälzungen stattfinden? Welche Auswirkung hat diese Umbruchsituation auf den Sprecher, und wie beeinflusst sie sein sprachliches Selbstverständnis?
Autorenporträt
Pochmann, Christine§Christine Pochmann wurde am 8.August 1978 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Abitur 1998 machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester in Hamburg. Von 2002 bis 2008 studierte sie Germanistik, Politik und Soziologie an der Universität Hamburg, wo sie seit ihrem Abschluss in der Kommunikationsbranche tätig ist.