Wie hängen die Überzeugungen von Komponist_innen mit ihrem kompositionspädagogischen Handeln zusammen? Dieser Frage geht Julia Weber in einer qualitativen Interviewstudie nach, die die Sicht von Komponist_innen auf ihr eigenes Handeln in den Mittelpunkt rückt. Anknüpfend an bestehende Forschungen zu Überzeugungen von Lehrpersonen werden die pädagogischen Überzeugungen von Komponist_innen mit ihren Erfahrungen in schulischen und außerschulischen Vermittlungsprojekten in Bezug gesetzt.
Zwischen den verschiedenen pädagogisch-künstlerischen Überzeugungen und Sichtweisen auf Handeln tun sich Spannungsfelder auf, die im Rahmen einer Grounded-Theory-Studie ausgeleuchtet werden. Festgestellt wird unter anderem ein "Tabu der Einmischung" in Kompositionsprozesse von Schüler_innen. Auf der Basis empirischer Forschung kann so ein Grundkonflikt der Musikpädagogik in den Blick genommen werden: die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Pädagogik.
Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
Zwischen den verschiedenen pädagogisch-künstlerischen Überzeugungen und Sichtweisen auf Handeln tun sich Spannungsfelder auf, die im Rahmen einer Grounded-Theory-Studie ausgeleuchtet werden. Festgestellt wird unter anderem ein "Tabu der Einmischung" in Kompositionsprozesse von Schüler_innen. Auf der Basis empirischer Forschung kann so ein Grundkonflikt der Musikpädagogik in den Blick genommen werden: die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Pädagogik.
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Die Leser*innen erhalten nicht nur kompakte Informationen über anschlussfähige theoretische Konzepte (...) und weitere musikbezogene Diskurse (...), sondern auch ganz nebenbei und eher indirekt Einblicke in den Kompositionsunterricht, seine Prozesse und Inhalte, die zumeist für nicht auf dieses Feld spezialisierte Musikpädagog*innen und Nicht-Komponierende sonst hinter verschlossenen Türen verborgen bleiben. Trotz aller angebrachten Relativierung der Gültigkeit - auch das eigene Involviertsein als Forscherin wird kritisch reflektiert - gelingt es der Autorin, das Konzept der Überzeugungen als Rahmen für kompositionspädagogisches Handeln darzustellen und eine tiefere Durchdringung des Unterrichtsgeschehens durch Reflexion derselben möglich erscheinen zu lassen. (...) Die hier vorgestellte fundierte Theorie kann dabei der Ausgangspunkt nicht nur für die Sensibilisierung und Reflexion der Lehrpersonen, sondern auch für die Operationalisierung konkreter Methoden und Handlungsweisen sein. Renate Reitinger, in: üben & musizieren. research, Jahrgang 2022, ISSN: 2748-8497







