Art. 1 Abs. 1 GG beeinflusst als erste Norm und oberstes Prinzip der Verfassung alle Bereiche des Strafrechts. Der Autor wählt in seiner Untersuchung einen intradisziplinären Ansatz, der Verfassungs- und Strafrecht verbindet, um für ausgewählte Konflikte das Menschenwürdeargument präzise herauszuarbeiten. Er bedient sich dazu der drei Extreme »Rettungstötung«, »Rettungsfolter« sowie »lebenslange Freiheitsstrafe«. Die Betrachtung dieser außergewöhnlichen, den jeweiligen Entscheidungsträger bzw. Verurteilten immens belastenden Grenzbereiche des Rechts ermöglicht es, dogmatische Einfallstore der…mehr
Art. 1 Abs. 1 GG beeinflusst als erste Norm und oberstes Prinzip der Verfassung alle Bereiche des Strafrechts. Der Autor wählt in seiner Untersuchung einen intradisziplinären Ansatz, der Verfassungs- und Strafrecht verbindet, um für ausgewählte Konflikte das Menschenwürdeargument präzise herauszuarbeiten. Er bedient sich dazu der drei Extreme »Rettungstötung«, »Rettungsfolter« sowie »lebenslange Freiheitsstrafe«. Die Betrachtung dieser außergewöhnlichen, den jeweiligen Entscheidungsträger bzw. Verurteilten immens belastenden Grenzbereiche des Rechts ermöglicht es, dogmatische Einfallstore der Menschenwürde im Strafrecht zu analysieren und zu festigen. Im Wege einer Synthese bestimmt der Autor sodann eine Funktion der Menschenwürde bei der Begründung von Schuldstrafe, im dreistufigen Deliktsaufbau und bei der Begrenzung von Strafsanktionen. Der Leser erfährt auf anschauliche Weise, dass Menschenwürdeschutz weitaus mehr bedeutet als die bloße Bewahrung eines Tabus.
Franz-Xaver Lehmeyer absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Schwerpunkt 'Strafjustiz, Strafverteidigung, Prävention'. Nach dem Referendariat am OLG München war er unter anderem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und Internationales Strafrecht und Strafprozessrecht sowie Wirtschaftsstrafrecht an der LMU München, bevor er im Jahr 2021 in den Justizdienst eintrat. Zunächst war er in den Jahren 2021/2022 am Amtsgericht München als Richter tätig. Seit 2022 ist der Autor Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft München I - seit 2025 in der Abteilung für Staatsschutz und politische Strafsachen.
Inhaltsangabe
Teil 1: Problemexposition: Die Menschenwürde als Rechtsbegriff - Das Tabu im (Straf-)RechtTeil 2: Analyse von Extremsituationen und Extremsanktionen - Einfallstore für die Menschenwürde in der StrafrechtsdogmatikKapitel 1: Der Abschuss gekaperter Flugzeuge - RettungstötungHinführung und Konfliktpotential - Die Regelung des LuftSiG im Problemfeld der Rettungstötungen - Der Aufopferungsgedanke als Vorstufe einer Abwägung - Grundlagen des Abwägungsverbots - Das Leben als Höchstwert - Das Urteil des BVerfG zum LuftSiG - Konsequenz für dasStrafrecht - Strafrechtliche Reformulierung des Menschenwürdearguments - Bestandskraft des Menschenwürdearguments in der Extremsituation 9/11Kapitel 2: Die Aussageerzwingung zur Lebensbewahrung - RettungsfolterHinführung und Konfliktpotential - Eine neue Folterdebatte - Dimensionen des Szenarios - Grundlagen des Folterverbots - Die Strafbarkeit der staatlichen Rettungsfolter - Reformulierung des Menschenwürdearguments - Die Strafbarkeit privater FolterhandlungenKapitel 3: Die lebenslange Freiheitsstrafe - Strafe im Angesicht der Menschenwürde: Hinführungund Konfliktpotential - Die Abschaffung der Todesstrafe als Extremsanktion - Einordnung des Menschenwürdearguments - Das Urteil des BVerfG zur lebenslangen Freiheitsstrafe als Ausgangspunkt - Absolutheit der Strafandrohung - Lange Haftdauer und Unbestimmtheit - Lebenslange Freiheitsstrafe als VernichtungsstrafeTeil 3: Synthese der Grenzbereiche des Rechts - Funktionen der Menschenwürde im Strafrecht:Funktion der Menschenwürde bei der Begründung von Strafe - Funktion der Menschenwürde im dreistufigen Deliktsaufbau - Funktion der Menschenwürde bei der Begrenzung von Strafe - Ausblick: Punitivität und Humanisierung des Sanktionensystems
Teil 1: Problemexposition: Die Menschenwürde als Rechtsbegriff - Das Tabu im (Straf-)RechtTeil 2: Analyse von Extremsituationen und Extremsanktionen - Einfallstore für die Menschenwürde in der StrafrechtsdogmatikKapitel 1: Der Abschuss gekaperter Flugzeuge - RettungstötungHinführung und Konfliktpotential - Die Regelung des LuftSiG im Problemfeld der Rettungstötungen - Der Aufopferungsgedanke als Vorstufe einer Abwägung - Grundlagen des Abwägungsverbots - Das Leben als Höchstwert - Das Urteil des BVerfG zum LuftSiG - Konsequenz für dasStrafrecht - Strafrechtliche Reformulierung des Menschenwürdearguments - Bestandskraft des Menschenwürdearguments in der Extremsituation 9/11Kapitel 2: Die Aussageerzwingung zur Lebensbewahrung - RettungsfolterHinführung und Konfliktpotential - Eine neue Folterdebatte - Dimensionen des Szenarios - Grundlagen des Folterverbots - Die Strafbarkeit der staatlichen Rettungsfolter - Reformulierung des Menschenwürdearguments - Die Strafbarkeit privater FolterhandlungenKapitel 3: Die lebenslange Freiheitsstrafe - Strafe im Angesicht der Menschenwürde: Hinführungund Konfliktpotential - Die Abschaffung der Todesstrafe als Extremsanktion - Einordnung des Menschenwürdearguments - Das Urteil des BVerfG zur lebenslangen Freiheitsstrafe als Ausgangspunkt - Absolutheit der Strafandrohung - Lange Haftdauer und Unbestimmtheit - Lebenslange Freiheitsstrafe als VernichtungsstrafeTeil 3: Synthese der Grenzbereiche des Rechts - Funktionen der Menschenwürde im Strafrecht:Funktion der Menschenwürde bei der Begründung von Strafe - Funktion der Menschenwürde im dreistufigen Deliktsaufbau - Funktion der Menschenwürde bei der Begrenzung von Strafe - Ausblick: Punitivität und Humanisierung des Sanktionensystems
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