Plötzlich sind nebenan gebauschte Laken zu sehen und der leichteSommerwind trägt Rock-and-Roll-Klänge an ihren Frühstückstisch.Aber der Nachbar hat noch nie Feriengäste beherbergt. Balddarauf stellt sich heraus, dass die Frau nackt sein muss, die sichhinter den Stofffahnen der Sonne hingibt. Martin und seine FrauKatja, die mit ihren Söhnen Robert und Florian schon seit Jahrenbeim alten Jeske im Haus am Bodden den Urlaub verbringen,können gar nicht anders als neugierig sein. Außer dass Martinfast jeden Morgen mit Jeske zum Angeln aufs Wasser fährt, passiertin einem abgelegenen Ort an der Ostsee nicht viel. Aberdas ändert sich, als sich in der unbekannten Frau Martins längstvergessene Tante Laura zu erkennen gibt: die jüngere Schwestervon Martins Mutter, irgendwann nach Südamerika ausgewandert.Plötzlich geht es um Leben und Tod.Michael G. Fritz hat nach seinem großen Erfolg mit 'Die Rivalen'wieder einen Roman geschrieben, der dem Leser alles bietet: einErzählen über das Leben, wie es der Leser kennt und liebt, bises seine geheimen Geschichten offenbart.
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"Spätestens seit seinem 2007 erschienenen Roman 'Die Rivalen' wird Michael G. Fritz als Geheimtipp unter deutschen Erzählern gehandelt. Sein Roman 'Tante Laura' gibt Anlass zu der Vermutung, dass er nicht im Geheimen bleiben wird. Fritz erzählt eine Geschichte voller Tragik und Merkwürdigkeiten, mit einer rätselhaften, ebenso anziehenden wie abstoßenden weiblichen Hauptfigur, deren groteske Gemeinheit und beunruhigende Präsenz nicht nur in der Literatur der Gegenwart ihresgleichen sucht. Die Geschichte wartet streckenweise mit atemberaubenden Handlungsbögen auf, die in ihrer lakonischen Knappheit und oft bestürzenden Genauigkeit an Georges Perecs beste Geschichten erinnern. In Verbindung mit großartig eingefügten Tempowechseln und dem aus der Distanz mitschwingenden Humor offenbart dieses Erzählen beeindruckende kompositorische Sicherheit. 'Tante Laura' ist eines jener Bücher, bei denen man zwischendurch vergisst, dass man liest.







