Mona ist jung, hübsch und gerade nach New York gezogen, um Karriere zu machen. Doch die Stadt, die niemals schläft, hat nicht auf sie gewartet. Dafür lernt sie gleich zwei Männer kennen: den Ostküsten-Aristokraten Sidney und Adam, einen schwarz gelockten Beau aus der Boheme. Hin- und hergerissen lässt sich Mona durch eine Welt treiben, die der aus Berlin vor den Nazis geflohene «Dr. Feelgood» Max Jacobson mit seinen «Vitamin-Spritzen» versorgt. Und so webt sich ein zweiter Faden in die Geschichte: Starfotograf Mark Shaw, Patient bei Dr. Feelgood, liegt eines Tages tot in seiner Wohnung. Ein Gerichtsmediziner beginnt zu recherchieren. Aufzudecken gibt es einiges - und es betrifft die Reichen, Schönen und Mächtigen bis hoch ins Weiße Haus ...
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Rezensentin Katharina Teutsch bewundert die Mischung aus Lässigkeit und Abgründigkeit im neuen Roman von Ulrike Sterblich. Erzählt wird die Geschichte der jungen deutschen Mona, die als Model in den Sechzigern nach New York kommt und auch jenseits der Künstlerszene von Manhattan erlebt, wie die unterschiedlichen Milieus zu Drogen greifen. Denn entlang von Monas zahlreichen Affären führt uns die Autorin in eine Epoche, in der aus Deutschland geflohene Ärzte in der Nachkriegszeit Politiker, Stars, Sternchen und Hausfrauen mit Amphetaminen versorgten, resümiert die Kritikerin: Auch Mona sucht den legendären Dr. Max Jacobson auf, um sich Injektionen verabreichen zu lassen. Sterblich schildert aber keineswegs den Prozess einer Selbstzerstörung, sondern begleitet ihre Heldin mit leiser Ironie bei der Reifung, versichert die Rezensentin, die den Film zum Buch schon vor sich sieht.
© Perlentaucher Medien GmbH
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In dem Roman herrscht die matt-manische Stimmung der 60er Jahre, so mitreißend und hinreißend, dass man sich einen Doris-Day-Teewärmerhut und Bakelit-Ohrringe überziehen und einen Fanbrief an die Zeit schreiben möchte, von der Andy Warhol sagte, Amphetamin habe sie zusammengehalten, Speed, die Droge der Schönen und Schlanken. Sarah Pines Die Welt 20210306







