Mit dieser einzigartigen Monografie legt Dieter Borchmeyer hier eine umfassende Darstellung des dichterischen und essayistischen Werks Thomas Manns vor. Borchmeyer schildert nicht nur die Lebensstationen Manns von Lübeck über München und Pacific Palisades bis nach Zürich, sondern beschreibt das Werk in seiner Totalität, setzt es in Beziehung zu seiner sozialgeschichtlichen, ästhetischen und weltliterarischen Tradition, und erläutert seine Verortung in der geistigen Situation der Zeit.
So spielen die politischen Wandlungen Thomas Manns im Spiegel seiner Erzählungen und Essays vom Kaiserreich über Weimarer Republik und Drittes Reich bis zur Kriegs- und Nachkriegszeit in Europa und Amerika in diesem Buch eine bedeutende Rolle, ja Thomas Mann zeigt sich als politischer Autor par excellence, auch schon zu der Zeit, als er selbst noch wähnte, ein »Unpolitischer« zu sein. Der Autor des Zauberberg, der Joseph-Tetralogie und des Doktor Faustus offenbart sich hier überraschend als Zeitgenosse.
So spielen die politischen Wandlungen Thomas Manns im Spiegel seiner Erzählungen und Essays vom Kaiserreich über Weimarer Republik und Drittes Reich bis zur Kriegs- und Nachkriegszeit in Europa und Amerika in diesem Buch eine bedeutende Rolle, ja Thomas Mann zeigt sich als politischer Autor par excellence, auch schon zu der Zeit, als er selbst noch wähnte, ein »Unpolitischer« zu sein. Der Autor des Zauberberg, der Joseph-Tetralogie und des Doktor Faustus offenbart sich hier überraschend als Zeitgenosse.
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Rezensent Edo Reents kann nicht umhin, den Autor in der ersten Hälfte seiner sehr umfangreichen Kritik erstmal liebevoll zu verspotten. Borchmeyer hatte vor einigen Wochen auf zwei ganzen Seiten in der NZZ die Vorzüge seines Gundlagenwerks über Mann gepriesen à la "Bevor es jemand anderes tut, lobe ich mich lieber selbst". Aber Eigenlob stinkt nun mal, notiert Reents. Eines muss er dennoch festhalten: "Borchmeyers Selbstlob trifft nicht den Falschen." Daraufhin wendet er sich nochmals sehr ausführlich den Reizen und Verdiensten von Borchmeyers Werk zu. Es ist die beste Gesamtdarstellung über Thomas Mann überhaupt, dekretiert er - nun ja, es gibt ja auch gar nicht so viele, schränkt er ein. Denn wer außer Borchmeyer könnte sich anmaßen, ein Spezialist für den ganzen Thomas Mann zu sein? Im weiteren würdigt Reents vor allem Borchmeyers Reflexionen zu Manns Essays und ganz besonders zu Manns "Versuch über Schiller". Am Ende steht eine eindringliche Lesempfehlung.
© Perlentaucher Medien GmbH
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»Wer, ob nun Anfänger oder Profi, über den ganzen Thomas Mann Bescheid wissen will ... dem sei dieses Buch ganz dringend empfohlen. Es gibt keine bessere Gesamtdarstellung.« Edo Reents Frankfurter Allgemeine Zeitung 20230330







