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Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Haie, die künstlich beatmet werden, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen. Jede von Eva Menasses Erzählungen geht von einer kuriosen Tiermeldung aus und widmet sich doch ganz der Gattung Mensch.
Ein alter Despot, der sich gegen jede Veränderung wehrt, kann nicht verhindern, dass die Demenz seiner Frau auch die eigene Vergangenheit löscht. Einer engagierten Mutter, die ein muslimisches Kind gegen Anfeindungen in Schutz nimmt, verschwimmen schließlich selbst die Grenzen zwischen Gut
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Produktbeschreibung
Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Haie, die künstlich beatmet werden, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen. Jede von Eva Menasses Erzählungen geht von einer kuriosen Tiermeldung aus und widmet sich doch ganz der Gattung Mensch.

Ein alter Despot, der sich gegen jede Veränderung wehrt, kann nicht verhindern, dass die Demenz seiner Frau auch die eigene Vergangenheit löscht. Einer engagierten Mutter, die ein muslimisches Kind gegen Anfeindungen in Schutz nimmt, verschwimmen schließlich selbst die Grenzen zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch.

Die vielfach ausgezeichnete Autorin studiert ihre Objekte mit einem liebevollen und unerbittlichen Forscherinnenblick und erzählt in einer wunderbaren Mischung aus pointiertem Witz, Geheimnis und melancholischem Ernst.
Autorenporträt
Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, begann als Journalistin und debütierte im Jahr 2005 mit dem Familienroman 'Vienna'. Es folgten Romane und Erzählungen, die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Zu den Preisen zählen u.a.: Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Jonathan-Swift-Preis, Österreichischer Buchpreis, Mainzer Stadtschreiber-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Eva Menasse betätigt sich zunehmend auch als Essayistin und erhielt dafür 2019 den Ludwig-Börne-Preis. Seit 2022 ist sie Sprecherin des PEN Berlin. Sie lebt in Berlin.
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Was auch immer der Titel dieses Erzählbandes suggerieren mag, geht es doch darin die ganze Zeit nur um eine einzige Spezies Tier: den Menschen. Davon allerdings gibt es ganz verschiedene. Und Eva Menasse kommt so dicht an sie heran, dass ihre innersten Regungen zu erkennen sind. Die Männer und Frauen, von denen sie erzählt, haben wenig miteinander gemein - außer, dass sie in ihren jeweiligen Eigenarten eben äußerst eigen erscheinen. Da gibt es den alten Mann, der mit seiner dementen Frau zusammenlebt und seinen mühsamen Alltag verbissen gegen die Töchter verteidigt, die ihre Mutter lieber ins Heim bringen würden. Oder da wäre die Großstadt-Mutter, die über die Grundschule ihrer Tochter eine heimliche Faszination für einen Mit-Vater entwickelt, der möglicherweise ins organisierte Verbrechen verwickelt ist. Wieder eine andere Erzählung handelt von einer Frau, attraktiv und in den besten Jahren, die über jede Menge kreatives Potenzial verfügt, aber die oberflächliche Existenz einer Lebedame führt und sich von ihrem Mann finanzieren lässt. So verschieden all diese Personen auch sind, so glaubhaft gelingen Menasse ihre Porträts. Der Mensch, so lässt sich zwischen den Zeilen lesen, ist doch in seiner Vielfalt ein ungemein faszinierendes Wesen! Wenn auch letzten Endes wohl unergründlich.

© BÜCHERmagazin, Katharina Granzin (kgr)
»Keine Theorie, echtes Leben. Mal anrührend, mal mit bösem Witz, immer in hinreißender Sprache erzählt. Großartig.« taz, zeozwei Magazin