Die inneren Strukturen - muss man sie immer beachten?
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Zur Erinnerung: „Tokyo dieser Tage“ ist eine dreibändige Mangareihe, die selbstironisch und hinterfragend erklärt, wie die Entstehung eines Mangas grob verläuft. Gleichzeitig wird gezeigt, welche Strukturen und Wege bei der Entstehung und
Vermarktung beachtet werden müssen und mit einwirken.
Im ersten Band hatte Kazuo Shiozawa begonnen,…mehrDie inneren Strukturen - muss man sie immer beachten?
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Zur Erinnerung: „Tokyo dieser Tage“ ist eine dreibändige Mangareihe, die selbstironisch und hinterfragend erklärt, wie die Entstehung eines Mangas grob verläuft. Gleichzeitig wird gezeigt, welche Strukturen und Wege bei der Entstehung und Vermarktung beachtet werden müssen und mit einwirken.
Im ersten Band hatte Kazuo Shiozawa begonnen, verschiedene Mangaka zu kontaktieren und zu fragen, ob sie an seinem Werk mitarbeiten würden. Dabei griff er auf seine 30-jährige Erfahrung in der Branche zurück.
In diesem Band wird nun gezeigt, wie die Reaktionen ausfallen, wenn man dies tut, ohne dabei die verschiedenen Verlage zu berücksichtigen. Schließlich stehen viele Mangaka bei unterschiedlichen Verlagen unter Vertrag – oder waren es zumindest.
Ein weiterer Punkt ist, dass der Manga später auch vermarktet werden muss. Dafür müssen Buchhandlungen ausgesucht und mit ins Boot geholt werden. Doch Selfpublishing ist etwas anderes, als wenn ein großes Verlagshaus dahintersteht.
In einem weiteren Kapitel wird dann auch der Mangaka selbst beleuchtet. Dabei wird schnell deutlich, unter welchem Druck ein Mangaka steht. Wichtig ist außerdem, dass der Künstler sich selbst treu bleibt – es darf nicht nur auf Verkaufszahlen geachtet werden. Sonst kann es passieren, dass er in ein kreatives Loch fällt. Auch diese Folgen werden am Beispiel des Mangaka Aoki gezeigt, der plötzlich mit einem „nicht authentischen Werk“ Erfolg hat.
Ich bin wieder sehr begeistert – weiß aber auch, dass es kein Werk für die breite Masse ist. Trotzdem möchte ich es dir empfehlen, denn es ist sehr interessant und gibt einen tiefen Einblick in die Mangabranche.
Ich bin gespannt, was am Ende für ein Werk entsteht – und ob es so klappt, wie Shiozawa es sich vorstellt.
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Japan: in 3 Bänden abgeschlossen
Gebundene Ausgabe