Eine Hommage an die Phantasie und an die Macht des Erzählens
Tristano, ein ehemaliger Freiheitskämpfer, ruft einen Autor an sein Sterbebett in der Toskana, um aus seinem Leben zu erzählen: von Frauen, die er liebte, und der Vergeblichkeit seines großen Kampfes. Er erinnert sich an Romane, Filme und Liebeslieder - nur die eigene Vergangenheit entgleitet ihm. Tabucchi geht weit über das Lebensgeschichtliche hinaus, er offenbart den Kern des Menschlichen.
Tristano, ein ehemaliger Freiheitskämpfer, ruft einen Autor an sein Sterbebett in der Toskana, um aus seinem Leben zu erzählen: von Frauen, die er liebte, und der Vergeblichkeit seines großen Kampfes. Er erinnert sich an Romane, Filme und Liebeslieder - nur die eigene Vergangenheit entgleitet ihm. Tabucchi geht weit über das Lebensgeschichtliche hinaus, er offenbart den Kern des Menschlichen.
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
"Als "Buch mit zwei Erzählern" beschreibt Rezensentin Hannelore Schlaffer diese Geschichte, in der sie einen Sterbenden das Leben, und einen Lebenden das Sterben erzählen sah. Titelheld Tristano lade seinen Freund, einen Schriftsteller ein, um ihm sterbend noch einmal sein Leben zu erzählen, skizziert Schlaffer die Handlungskonstruktion. Der Leser habe sich also einerseits auf eine Biografie "und deren Auflösung im Todesgestammel" einzulassen. Auf der anderen Seite werde ihm der Bericht vom Erlöschen eines Lebens gegeben. Nach Ansicht der Rezensentin nutzt Antonio Tabuccchi die "mit literarischen Klischees überhäuften Erinnerungen" Tristanos außerdem als Exempel, um daran seine "eigentliches Thema" abzuhandeln, nämlich den "Zusammenhang von Sterben und Dichten". In seiner Erzählung, in der Ordnungskategorien wie Raum und Zeit im Prozess des Sterbens langsam entglitten, lasse der Autor seinen Text schließlich "immer entschiedener" auf eine Demonstration dessen hinauslaufen, "was moderne Poesie zu sein" habe. Deshalb betrachtet die Rezensentin Tabucchis Buch auch als "Resümee des eigenen Schaffens".
© Perlentaucher Medien GmbH"
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"Bei der Lektüre dieses Romans glaubt man immer weniger an all das, was sich scheinbar erklären lässt, und immer mehr an die Größe und an die Lüge der Literatur." (L' Unita)
"Tabucchis schönster, aufwühlendster Roman, bewegend und zutiefst menschlich." (Le Monde)
"Tabucchis schönster, aufwühlendster Roman, bewegend und zutiefst menschlich." (Le Monde)
