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Eine Hommage an die Phantasie und an die Macht des Erzählens
Tristano, ein ehemaliger Freiheitskämpfer, ruft einen Autor an sein Sterbebett in der Toskana, um aus seinem Leben zu erzählen: von Frauen, die er liebte, und der Vergeblichkeit seines großen Kampfes. Er erinnert sich an Romane, Filme und Liebeslieder - nur die eigene Vergangenheit entgleitet ihm. Tabucchi geht weit über das Lebensgeschichtliche hinaus, er offenbart den Kern des Menschlichen.

Produktbeschreibung
Eine Hommage an die Phantasie und an die Macht des Erzählens

Tristano, ein ehemaliger Freiheitskämpfer, ruft einen Autor an sein Sterbebett in der Toskana, um aus seinem Leben zu erzählen: von Frauen, die er liebte, und der Vergeblichkeit seines großen Kampfes. Er erinnert sich an Romane, Filme und Liebeslieder - nur die eigene Vergangenheit entgleitet ihm. Tabucchi geht weit über das Lebensgeschichtliche hinaus, er offenbart den Kern des Menschlichen.
Autorenporträt
Tabucchi, Antonio
Antonio Tabucchi, am 23. September 1943 in Vecchiano bei Pisa geboren, verstorben am 25. März 2012 in Lissabon, promovierte an der Universität Pisa in moderner Literatur. Er war Ordinarius für portugiesische Sprache und Literatur an der Universität Genua sowie Leiter des italienischen Kulturinstituts in Lissabon. Lehrtätigkeiten an den Universitäten Pisa und Siena. Er schrieb Romane und Kurzgeschichten, Essays und Bühnenstücke. Sein Werk wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Premio Campiello, dem Premio P.E.N. Club, dem Prix Médicis Etranger und dem Österreichischen Staatspreis für Literatur. Tabucchi war Mitglied und Mitbegründer des International Parliament of Writers.

Fleischanderl, Karin
Karin Fleischanderl (geboren 1960) ist eine österreichische Übersetzerin und Publizistin. 2005 rief sie gemeinsam mit Gustav Ernst die Leondinger Akademie für Literatur ins Leben. Seit 2007 ist sie Lehrbeauftragte der Universität Klagenfurt, seit 2009 Jurorin für den Ingeborg-Bachmann-Preis. Gemeinsam mit Gustav Ernst begründete sie 2009 auch den Johann-Beer-Literaturpreis. Karin Fleischanderl lebt in Wien.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

"Als "Buch mit zwei Erzählern" beschreibt Rezensentin Hannelore Schlaffer diese Geschichte, in der sie einen Sterbenden das Leben, und einen Lebenden das Sterben erzählen sah. Titelheld Tristano lade seinen Freund, einen Schriftsteller ein, um ihm sterbend noch einmal sein Leben zu erzählen, skizziert Schlaffer die Handlungskonstruktion. Der Leser habe sich also einerseits auf eine Biografie "und deren Auflösung im Todesgestammel" einzulassen. Auf der anderen Seite werde ihm der Bericht vom Erlöschen eines Lebens gegeben. Nach Ansicht der Rezensentin nutzt Antonio Tabuccchi die "mit literarischen Klischees überhäuften Erinnerungen" Tristanos außerdem als Exempel, um daran seine "eigentliches Thema" abzuhandeln, nämlich den "Zusammenhang von Sterben und Dichten". In seiner Erzählung, in der Ordnungskategorien wie Raum und Zeit im Prozess des Sterbens langsam entglitten, lasse der Autor seinen Text schließlich "immer entschiedener" auf eine Demonstration dessen hinauslaufen, "was moderne Poesie zu sein" habe. Deshalb betrachtet die Rezensentin Tabucchis Buch auch als "Resümee des eigenen Schaffens".

© Perlentaucher Medien GmbH"
"Bei der Lektüre dieses Romans glaubt man immer weniger an all das, was sich scheinbar erklären lässt, und immer mehr an die Größe und an die Lüge der Literatur." (L' Unita)

"Tabucchis schönster, aufwühlendster Roman, bewegend und zutiefst menschlich." (Le Monde)