Denkmäler sind nicht schweigsame Zeugen der Vergangenheit, sondern sie vermitteln der Gegenwart Botschaften und Sinnbilder. Sie bilden den Ausgangspunkt von Erinnerungs und Beziehungsgeschichte. Besonders in Grenzgebieten, die von mehreren Sprachgruppen bewohnt werden, berichten sie nicht nur über sich selbst (positiv), sondern zugleich über die anderen (negativ). In solchen Grenzregionen ist es schwer, eine ungeteilte Erinnerungskultur hervorzubringen. Zu einfach ist es für einzelne Gruppierungen, Denkmäler durch Projektionen emotional aufzuladen, funktional einzusetzen und damit die…mehr
Denkmäler sind nicht schweigsame Zeugen der Vergangenheit, sondern sie vermitteln der Gegenwart Botschaften und Sinnbilder. Sie bilden den Ausgangspunkt von Erinnerungs und Beziehungsgeschichte. Besonders in Grenzgebieten, die von mehreren Sprachgruppen bewohnt werden, berichten sie nicht nur über sich selbst (positiv), sondern zugleich über die anderen (negativ). In solchen Grenzregionen ist es schwer, eine ungeteilte Erinnerungskultur hervorzubringen. Zu einfach ist es für einzelne Gruppierungen, Denkmäler durch Projektionen emotional aufzuladen, funktional einzusetzen und damit die Befriedung des Konfliktes zu erschweren. Wie also lassen sich in Stein gemeißelte Erinnerungskulturen bilateral erforschen? Wie viel Gemeinsamkeit lassen die Identitätsbedürfnisse der beteiligten Gesellschaften zu? Welche kulturellen Strategien können angewandt werden, um vom Erinnerungskonflikt zum Erinnerungskonsens zu kommen?Das Buch versucht auf diese Fragen eine Antwort zu geben, indem es verschiedene Beispiele in Mitteleuropa aufgreift und vergleichend in Verbindung setzt.Mit Beiträgen von:Peter Gstettner (Universität Klagenfurt) Hans Henning Hahn (Universität Oldenburg) Hans Heiss (Universität Innsbruck) Giorgio Mezzalira (Historiker, Bozen) Paolo Nicoloso (Universität Triest) Günther Pallaver (Universität Innsbruck) Robert Traba (Direktor des Zentrums für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin) Gerald Steinacher (University of Nebraska-Lincoln)Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
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Autorenporträt
Günter Pallaver, geboren 1955 in Bozen, Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Innsbruck und Salzburg, der Geschichte, Politikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck. Zunächst Unterricht an verschiedenen Mittel- und Oberschulen in Bozen, von 1979-1994 Journalist für die Tageszeitung "Alto Adige", von 1989 bis 1994 auch für das Südtiroler Wochenmagazin "ff" in Bozen. Seit 1987 am Institut für Politikwissenschaft sowie am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, 2001 Habilitation mit einer Arbeit über "Dimensionen ethnischer Konfliktregelung. Südtirol als Fallbeispiel zwischen Consociational Democracy, Europa der Regionen und Italiens politischem System im Wandel". 1996 Mitbegründer der Forschungsgruppe "mediAwatch" (Innsbruck) zur professionellen Medienbeobachtung und Medienanalyse in Österreich, Mitorganisator der Summer School "European Integration" der Universitäten Trient und Innsbruck und freier Mitarbeiter verschiedener Print
medien in Österreich und Italien sowie der RAI.Zahlreiche Publikationen zu Themen der Südtiroler Zeitgeschichte, zur Alltagsgeschichte der Frühen Neuzeit, zum politischen System Italiens und zu Fragen der politischen Kommunikation.Bei Edition Raetia: "August Pichler 1898-1963. Ich teile das Los meiner Erde" (1998), "So ein Theater! 50 Jahre Heimatbühne Branzoll" (2004), Mitautor von "Das 20. Jahrhundert in Südtirol" (1999-2003) und "Contro Corrente. Das Deutsche Blatt im Alto Adige (2010); außerdem Herausgeber des Bandes "Deutsche! Hitler verkauft euch! Das Erbe von Option und Weltkrieg in Südtirol" und des "Südtiroler Jahrbuches für Politik".
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