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Die politische Tätigkeit Goethes ist in der Forschung lange vernachlässigt worden. Die vorliegende Untersuchung erschließt bislang unberücksichtigte Archivquellen und Publikationen aus der frühen Freimaurerzeit Goethes (1780-1782). Da diese Tätigkeit auch zur umstrittenen Aufnahme des Dichters und Geheimrates in den politisch verdächtigen Geheimbund der Illuminanten führte, ist die Studie für das Verständnis des politischen Goethe von Bedeutung. Die Freimaurerei stand im Zentrum vielfältiger Querelen. Goethe - und sein Herzog Carl August - hatten viele Gründe, in die Geheimnisse der Maurer…mehr

Produktbeschreibung
Die politische Tätigkeit Goethes ist in der Forschung lange vernachlässigt worden. Die vorliegende Untersuchung erschließt bislang unberücksichtigte Archivquellen und Publikationen aus der frühen Freimaurerzeit Goethes (1780-1782). Da diese Tätigkeit auch zur umstrittenen Aufnahme des Dichters und Geheimrates in den politisch verdächtigen Geheimbund der Illuminanten führte, ist die Studie für das Verständnis des politischen Goethe von Bedeutung.
Die Freimaurerei stand im Zentrum vielfältiger Querelen. Goethe - und sein Herzog Carl August - hatten viele Gründe, in die Geheimnisse der Maurer eindringen zu wollen, nicht zuletzt auch der grundsätzliche Verdacht des absolutistischen Staates gegen jede Form geheimer Versammlung. So trat Goethe dem Orden bei, informierte sich durch gezielte Bucherwerbungen und organisierte schließlich den Beitritt des Herzogs, um zusammen mit ihm in den 'Inneren Orden' eindringen zu können, wo politisch anmutende Pläne geschmiedet wurden.
Autorenporträt
Daniel W. Wilson, geboren 1950 in Sedalia/Missouri, war 1994/96 Direktor des Studienzentrums der Universität von Kalifornien in Göttingen und lehrt Germanistik in Berkeley. Zahlreiche Veröffentlichungen.

Rezensionen
"Für den, der sich für eine genaue Einschätzung von Goethes 'tätiger Existenz', also für den Politiker (neben dem Dichter) interessiert, für die Vielfalt seiner Arbeit als Verwaltungsmann in vorrevolutionärer Zeit, machen Wilsons Bücher auf jeden Fall klar, wie intensiv und wie unangenehm verzwickt eingesenkt in die Geschichte der Freimaurerei und der ganz Deutschland damals durchziehenden Aktivitäten der Illuminaten Goethes amtliche Existenz bis mindestens 1786 war; das Bild der ersten zehn Weimarer Jahre Goethes wird jetzt subtiler und konkreter." (Jörg Drews, Der Tagesspiegel)

Über Goethes Ansichten zur französischen Revolution sind Unmengen von Germanistentinte geflossen; doch erst seit einigen Jahren weiß man etwas mehr von Goethes geheimdienstlichen Aktivitäten gegen revolutionäre Tendenzen in seinem Staat. Es ist unter anderem den scharfsinnigen Arbeiten W. Daniel Wilsons zu verdanken, daß diese Dokumente zu seiner amtlichen Tätigkeit dem Dunkel der Archive und der Gewal "Über Goethes Ansichten zur französischen Revolution sind Unmengen von Germanistentinte geflossen; doch erst seit einigen Jahren weiß man etwas mehr von Goethes geheimdienstlichen Aktivitäten gegen revolutionäre Tendenzen in seinem Staat. Es ist unter anderem den scharfsinnigen Arbeiten W. Daniel Wilsons zu verdanken, daß diese Dokumente zu seiner amtlichen Tätigkeit dem Dunkel der Archive und der Gewalt der Sekretierung entrissen wurden." (Manfred Schneider, Frankfurter Rundschau)