Ich habe mich jetzt bis zur Seite 112 gequält, wollte schon zwischendrin dieses Buch immer wieder weglegen.
Erwartet habe ich ein populärwissenschaftliches Buch, das mal eine andere Seite der Viren zeigt.
Stattdessen schreibt die Autorin, als würde sie mit einem Kollegen über ihre Forschung der
vergangenen Jahrzehnte plaudern. Da geht es nach einem überlangen Corona-Vorwort, das man zur…mehrIch habe mich jetzt bis zur Seite 112 gequält, wollte schon zwischendrin dieses Buch immer wieder weglegen.
Erwartet habe ich ein populärwissenschaftliches Buch, das mal eine andere Seite der Viren zeigt.
Stattdessen schreibt die Autorin, als würde sie mit einem Kollegen über ihre Forschung der vergangenen Jahrzehnte plaudern. Da geht es nach einem überlangen Corona-Vorwort, das man zur damaligen Zeit mit "Ich weiß, dass ich (noch) nichts weiß" hätte abkürzen können, statt Panik zu schüren, detailgetreu mit einer Kaskade an Fachbegriffen um die Gefährlichkeit von Viren.
HIV, und (angeblich) krebserzeugende Viren in aller Ausführlichkeit, wobei bei letzterem die vielen Co-Faktoren und die große Rolle des Immunsystems nur am Rande erwähnt werden.
Gain of Function - Experimente und Tierquälerei für teure Krebsmedikamente, ganz ohne Kritik. Mir scheint fast, die Autorin sei stolz darauf, immer nur die gefährlichsten Zellkulturen weiterzuzüchten von Viren, die ursprünglich - wie sie selbst sagt - gar nicht so gefährlich für den Menschen sind - und plaudert nebenbei über die vielen Laborunfälle.
Von der "Supermacht des Lebens" bisher keine Spur. Was monoklonale Antikörper, Krebsgene, -proteine und -medikamente damit zu tun haben, erschließt sich mir bisher nicht. Vielleicht kommt noch, was so interessant klingend im Klappentext angekündigt wird, aber nach einem Drittel am Hauptthema vorbei geschrieben, kann ich nur sagen, dass der Titel nicht passt.
Weder wollte ich etwas über die Gefahren von Viren lesen, noch über die Krebsforschung der Autorin, auch wenn sie in einem anderen Buch und etwas leserlicher geschrieben sicher interessant ist.
Zwei Sterne gibt es dann auch dafür, dass der Inhalt bisher, wenn man sich durchgekämpft und ihn verstanden hat per se interessant ist und ich etwas dazu gelernt habe, weshalb ich mich vielleicht aufraffen kann, mich durch den Rest des Buches auch noch zu kämpfen.
Aber insgesamt hätte ich mir gewünscht, die Autorin hätte das Buch vor der Veröffentlichung einigen interessierten Laien zum Lesen gegeben und tatsächlich ein Buch verfasst in dem es nur um das geht, was im Titel steht.