In Grünzweigs Gedichten durchdringen sich Sprachheimat und Wahlheimat bis tief in die mythologischen Urworte hinein.In ihrem zweiten Gedichtband nimmt Dorothea Grünzweig abermals das Thema des Hier- und doch nicht Hier-Seins auf. Es ist das Thema von Ferne und Heimat, von ferner Heimat. Keine der Floskeln und Sprachhülsen, die wir von Postkarten kennen, erweist sich als haltbar auf dieser Reiseroute. 'Nie werde ich Worte zu Nippes dressieren' heißt es da.
"Dorothea Grünzweig hat ein Ohr für Sprachrhythmus und Sinn für gewagte, aber in sich stimmige Bilder." (Rüdiger Görner, Die Presse)
"Es ist ein häufiges Stilmittel Grünzweigs, aus trivialen Formulierungen geglückte Umdeutungen erwachsen zu lassen. (...) Meist erweist sich Grünzweig als eine sorgfältig wägende Lyrikerin, die ihrer Sprache gegenüber eine fast fürsorgliche Haltung einnimmt: "Worte sind auf uns angewiesen / vergessene verschandelte verwaiste / mißhandelte Worte die nur noch / Lettern sind auch die schönen / leeren verwöhnten / sie umringen sie umbetteln uns." Bei Grünzweig stoßen sie nicht auf taube Ohren." (Tilman Spreckelsen, FAZ)
"Ihre Sprache ist erfrischend klar, fern von Geschwätzigkeit, in der Freude wie in der Klage. Selten weicht sie ins Sprachschöpferische aus." (Landeszeitung)
"Schwäbischer Pietismus, Hölderlins großer Ton sind aufgenommen und anverwandelt zu einem ganz Eigenen, dessen festliche Trauer man mit Freude liest, als sei nun endlich die angemesse ne Antwort auf die Verluste des 20. Jahrhunderts gefunden, die ja auch Verluste an Gemeinschaft waren." (Göttinger sieben Literaturtipps der TEXT+KRITIK-Redaktion)
"So sind Dorothea Grünzweigs Gedichte: nur Worte, nur Inhalt, keine formalen Spielereien. Die Sprache formt sich selbst und wird geformt von den eiskristallklaren Bildern, die das Auge anstürmen - aus der Welt, aus dem Gedächtnis, im Rhythmus eines Dia-Abends. Es sind Deja-vu-Erlebnisse voller Sehnsucht und Schwermut, denn das Schlechte und das Gute verblassen nicht. Die Jugend fungiert als Gegenbild, als Paradiesprojektion, und aus der Hoffnung erwächst Wärme. So wird Finnland, das taubstumme Land, zu Gehör gebracht." (Rüdiger Wartusch, TAZ)
"Ohne falsches Pathos, ruhig und klar, trägt sie ihre Texte vor. Man glaubt etwas ahnen zu können von der Wechselhaftigkeit des finnischen Winters, von dem Licht und der Kälte des metallischen Eises, die plötzlich in eine eigentümliche Behaglichkeit umzuschlagen scheint. Dor othea Grünzweig ist die Auslandstochter eines ihrer wunderbaren Gedichte, die auf die Gleichklänge der verschiedenen Sprachen lauscht und ihr Ausdruckmaterial verzerrt zu einer Spannung, die knistert wie das Eis ihres "Themas in Polar-Dur". (Oliver Jahn, Kieler Nachrichten)
"Es ist ein häufiges Stilmittel Grünzweigs, aus trivialen Formulierungen geglückte Umdeutungen erwachsen zu lassen. (...) Meist erweist sich Grünzweig als eine sorgfältig wägende Lyrikerin, die ihrer Sprache gegenüber eine fast fürsorgliche Haltung einnimmt: "Worte sind auf uns angewiesen / vergessene verschandelte verwaiste / mißhandelte Worte die nur noch / Lettern sind auch die schönen / leeren verwöhnten / sie umringen sie umbetteln uns." Bei Grünzweig stoßen sie nicht auf taube Ohren." (Tilman Spreckelsen, FAZ)
"Ihre Sprache ist erfrischend klar, fern von Geschwätzigkeit, in der Freude wie in der Klage. Selten weicht sie ins Sprachschöpferische aus." (Landeszeitung)
"Schwäbischer Pietismus, Hölderlins großer Ton sind aufgenommen und anverwandelt zu einem ganz Eigenen, dessen festliche Trauer man mit Freude liest, als sei nun endlich die angemesse ne Antwort auf die Verluste des 20. Jahrhunderts gefunden, die ja auch Verluste an Gemeinschaft waren." (Göttinger sieben Literaturtipps der TEXT+KRITIK-Redaktion)
"So sind Dorothea Grünzweigs Gedichte: nur Worte, nur Inhalt, keine formalen Spielereien. Die Sprache formt sich selbst und wird geformt von den eiskristallklaren Bildern, die das Auge anstürmen - aus der Welt, aus dem Gedächtnis, im Rhythmus eines Dia-Abends. Es sind Deja-vu-Erlebnisse voller Sehnsucht und Schwermut, denn das Schlechte und das Gute verblassen nicht. Die Jugend fungiert als Gegenbild, als Paradiesprojektion, und aus der Hoffnung erwächst Wärme. So wird Finnland, das taubstumme Land, zu Gehör gebracht." (Rüdiger Wartusch, TAZ)
"Ohne falsches Pathos, ruhig und klar, trägt sie ihre Texte vor. Man glaubt etwas ahnen zu können von der Wechselhaftigkeit des finnischen Winters, von dem Licht und der Kälte des metallischen Eises, die plötzlich in eine eigentümliche Behaglichkeit umzuschlagen scheint. Dor othea Grünzweig ist die Auslandstochter eines ihrer wunderbaren Gedichte, die auf die Gleichklänge der verschiedenen Sprachen lauscht und ihr Ausdruckmaterial verzerrt zu einer Spannung, die knistert wie das Eis ihres "Themas in Polar-Dur". (Oliver Jahn, Kieler Nachrichten)
