Mit der Biografie eines der prominentesten Kriegsherren, die die Geschichte des "Reichs der Mitte" vor hundert Jahren maßgeblich mitschrieben, setzt Rainer Kloubert seine erfolgreiche China-Trilogie fort und eröffnet erneut das Panorama einer Welt, die im Westen kaum bekannt ist und die auch heute noch erschreckende Nachwirkungen zeitigt.
Mit der Biografie eines der prominentesten Kriegsherren, die die Geschichte des "Reichs der Mitte" vor hundert Jahren maßgeblich mitschrieben, setzt Rainer Kloubert seine erfolgreiche China-Trilogie fort und eröffnet erneut das Panorama einer Welt, die im Westen kaum bekannt ist und die auch heute noch erschreckende Nachwirkungen zeitigt.
Rainer Kloubert (geb. 1944 in Aachen) studierte in Freiburg, Tübingen, Hongkong und Taiwan Sinologie und Rechtswissen schaften. Er war u. a. Sprachlehrer an der Militärakademie in Taiwan, Dolmetscher bei einem chinesischen Wanderzirkus und Anwalt in Taipeh. Er lebt in Peking und London. Im Elfenbein Verlag erschienen bereits: "Selbstmord ohne Hut. Dreizehn Shanghai-Moritaten" (1998), "Kernbeißer und Kreuzschnäbel. Ein Sittenbild aus dem alten Peking" (2007, völlig neu bearbeitet und erweitert 2020), die Romane "Mandschurische Fluchten" (2000), "Der Quereinsteiger" (2003), "Angestellte" (2008) und "Roons letzter Flug" (2009) sowie die drei Bände seiner China-Trilogie: "Peitaiho. Großer chinesischer Raritätenkasten" (2012), "Yuanmingyuan. Spuren einer Zerstörung" (2013) und "Peking. Verlorene Stadt" (2016).
Rezensionen
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Atemlos folgt der hier rezensierende Sinologieprofessor Kai Vogelsang dem berüchtigten chinesischen Warlord Zhang Xueliang durch die Wirren des frühen 20. Jahrhunderts, einer Zeit, wie Vogelsang fasziniert schreibt, in der Strauchdiebe und Galgenvögel über den Norden des Landes herrschten, Köpfe rollten und "Erektionen in Silberpesos" gemessen wurden. 1901 als Sohn des selbsterklärten Königs der Mandschurei geboren, machte Zhang Xueliang seinerseits Geschichte als Haudegen, Geliebter der kaiserlichen Prinzessin, Erzfeind der Kommunisten und Verräter von Chiang Kai-shek - für Vogelsang ein Jahrhundertmann. Rainer Kloubert folgt in seinem Bilderbogen diesem irrsinnigen Lebensweg, nicht alles ist historisch verifiziert, wie Vogelsang deutlich macht, denn Kloubert verlässt sich meist auf die Erinnerungen Zhang Xueliangs selbst oder auf sein erzählerisches Geschick. Der Rezensent nimmt's und genießt.