Die Finanzkrise hat das Verhältnis zwischen Nationalstaat und internationalen Institutionen erneut in den Vordergrund gerückt, der Staat soll die Probleme der international kaum regulierten Wirtschaft entschärfen. Dabei stellt sich einmal mehr die Frage: Wie viel politische Verantwortung können EU und global agierende Institutionen übernehmen? Lassen sich die wesentlichen Errungenschaften moderner Staatlichkeit - demokratische Legitimation politischer Herrschaft und rechtliche Verfassung - auch jenseits des Nationalstaats sichern? Die Beiträger vertreten konträre Meinungen und zeigen die…mehr
Die Finanzkrise hat das Verhältnis zwischen Nationalstaat und internationalen Institutionen erneut in den Vordergrund gerückt, der Staat soll die Probleme der international kaum regulierten Wirtschaft entschärfen. Dabei stellt sich einmal mehr die Frage: Wie viel politische Verantwortung können EU und global agierende Institutionen übernehmen? Lassen sich die wesentlichen Errungenschaften moderner Staatlichkeit - demokratische Legitimation politischer Herrschaft und rechtliche Verfassung - auch jenseits des Nationalstaats sichern? Die Beiträger vertreten konträre Meinungen und zeigen die Chancen, aber auch die Schwachstellen von Demokratie, Recht und Verfassung auf globaler Ebene auf.Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
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Autorenporträt
Nicole Deitelhoff ist seit 2009 Professorin für Internationale Beziehungen an der Goethe-Universität Frankfurt, seit 2016 Direktorin des PRIF - Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung, Co-Sprecherin des Forschungsverbunds Normative Ordnungen und Co-Sprecherin der Clusterinitative »ConTrust: Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit«. 2008 erhielt sie den Heinz Maier Leibnitz-Preis der DFG. Sie war bis 2021 Sprecherin des Leibniz-Forschungsverbunds »Krisen einer globalisierten Welt«. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte umfassen Konflikte um Institutionen und Normen, Grundlagen politischer Herrschaft und ihrer Legitimation sowie Widerstands- und Protestphänomene mit einem Schwerpunkt auf soziale Bewegungen und Radikalisierungsdynamiken.
Inhaltsangabe
Inhalt Einleitung: Staatlichkeit ohne Staat?7 Nicole Deitelhoff/Jens Steffek STAATLICHKEIT Formen der Staatlichkeit: Zu einer Analytik politischer Einheiten35 Frank Nullmeier Hierarchische Selbstintervention jenseits der Souveränität? Einige Überlegungen im Anschluss an Hegel und Derrida57 Oliver Flügel-Martinsen Moralisch-reflexive Staatlichkeit? Zum normativen Profil der jüngeren Debatte über "Staatlichkeit ohne Staat"75 Rainer Schmalz-Bruns Legitime politische Herrschaft ohne staatliche Organisation? Joseph H. H. Weilers Rechtfertigung der Legitimität der Europäischen Union.107 Daniel Gaus STAATLICHKEIT UND DEMOKRATISCHE LEGITIMITÄT "Copy and paste": Parlamentarisierung jenseits des Nationalstaates137 Berthold Rittberger Die Legitimation internationalen Regierens: Vom Staatenkonsens zum Bürgerkonsens161 Jens Steffek Grenzen der Verständigung? Kulturelle Fragmentierung im Regieren jenseits des Nationalstaates187 Nicole Deitelhoff Staatlichkeit ohne Staat - ein Irrtum aus der europäischen Provinz? Limitierende Bedingungen von Global Governance in einer fragmentierten Welt221 Harald Müller RECHT UND VERFASSUNG JENSEITS DES STAATES Menschenrechte zwischen Staaten und Dritten: Vom vertikalen zum horizontalen Verständnis der Menschenrechte259 Klaus Günther Menschenrechte ohne den Staat? Zur Notwendigkeit postnationaler Grundrechte281 Nadja Meisterhans Kollisionsrecht als verfassungsrechtliche Form: Das Beispiel der Verrechtlichung des internationalen Handels durch die WTO30909 Christian Joerges Abbildungs- und Tabellenverzeichnis3333 Autorinnen und Autoren3344
Inhalt Einleitung: Staatlichkeit ohne Staat?7 Nicole Deitelhoff/Jens Steffek STAATLICHKEIT Formen der Staatlichkeit: Zu einer Analytik politischer Einheiten35 Frank Nullmeier Hierarchische Selbstintervention jenseits der Souveränität? Einige Überlegungen im Anschluss an Hegel und Derrida57 Oliver Flügel-Martinsen Moralisch-reflexive Staatlichkeit? Zum normativen Profil der jüngeren Debatte über "Staatlichkeit ohne Staat"75 Rainer Schmalz-Bruns Legitime politische Herrschaft ohne staatliche Organisation? Joseph H. H. Weilers Rechtfertigung der Legitimität der Europäischen Union.107 Daniel Gaus STAATLICHKEIT UND DEMOKRATISCHE LEGITIMITÄT "Copy and paste": Parlamentarisierung jenseits des Nationalstaates137 Berthold Rittberger Die Legitimation internationalen Regierens: Vom Staatenkonsens zum Bürgerkonsens161 Jens Steffek Grenzen der Verständigung? Kulturelle Fragmentierung im Regieren jenseits des Nationalstaates187 Nicole Deitelhoff Staatlichkeit ohne Staat - ein Irrtum aus der europäischen Provinz? Limitierende Bedingungen von Global Governance in einer fragmentierten Welt221 Harald Müller RECHT UND VERFASSUNG JENSEITS DES STAATES Menschenrechte zwischen Staaten und Dritten: Vom vertikalen zum horizontalen Verständnis der Menschenrechte259 Klaus Günther Menschenrechte ohne den Staat? Zur Notwendigkeit postnationaler Grundrechte281 Nadja Meisterhans Kollisionsrecht als verfassungsrechtliche Form: Das Beispiel der Verrechtlichung des internationalen Handels durch die WTO30909 Christian Joerges Abbildungs- und Tabellenverzeichnis3333 Autorinnen und Autoren3344
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