Bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement wird in Politik und Medien einerseits als »Motor der Demokratie« bezeichnet, andererseits wird es als Ausbeutung angeprangert und stattdessen die Schaffung regulärer Arbeitsplätze gefordert. Dabei reden beide Seiten häufig über Engagement und Engagierte. In diesem Band kommen Engagierte einer Suppenküche in Ostdeutschland zu Wort und schildern ihre Situation, die Probleme, die sie bewegen, ihre Erfahrungen und ihre Wünsche. Ihre Erzählungen zeigen, wie bedeutend die Situation und der Raum sind, in welchen das Engagement stattfindet. Bettina…mehr
Bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement wird in Politik und Medien einerseits als »Motor der Demokratie« bezeichnet, andererseits wird es als Ausbeutung angeprangert und stattdessen die Schaffung regulärer Arbeitsplätze gefordert. Dabei reden beide Seiten häufig über Engagement und Engagierte. In diesem Band kommen Engagierte einer Suppenküche in Ostdeutschland zu Wort und schildern ihre Situation, die Probleme, die sie bewegen, ihre Erfahrungen und ihre Wünsche. Ihre Erzählungen zeigen, wie bedeutend die Situation und der Raum sind, in welchen das Engagement stattfindet. Bettina Hollstein rekurriert auf Theorien von Hans Joas (Kreativität des Handelns), Hartmut Rosa (Resonanz und Wir-Sinn) und Jane Addams (sympathetic understanding), um ein besseres Verständnis der Rolle von Engagement für den Zusammenhalt der Gesellschaft und die Demokratie zu gewinnen. Das Buch leistet einen Beitrag, Mittel gegen die aktuellen Krisen des Zusammenhalts und der Demokratie zu finden.https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0
Bettina Hollstein ist Ökonomin und Wirtschaftsethikerin am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt. Seit 1998 ist sie dort Geschäftsführerin. Außerdem ist sie Mitherausgeberin der Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik.
Inhaltsangabe
Inhalt Vorbemerkung - Warum dieses Buch? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 1. Krisendiagnosen und wie sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedrohen - insbesondere in Ostdeutschland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 2. Bürgerschaftliches Engagement - Eine Lösung zur Rettung der Demokratie? . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 3. Zuhören - Die Stimme der Engagierten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Welchen Rahmen bietet die Suppenküche? ....................24 Wer sind die Engagierten? ...................................28 Was sind die Probleme, die die Engagierten umtreiben? ........35 Welche Erfahrungen sind prägend? ...........................43 Was wünschen sie sich für die Zukunft? .......................53 4. Beobachten - In welchem Kontext, unter welchen Bedingungen findet die Arbeit in der Suppenküche statt? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Wie ist die Personalsituation? ................................61 Welche Rolle spielt die christliche Wohlfahrtsorganisation? .....69 Selbstverständnis und partizipativer Anspruch ................73 5. Verstehen - Engagement, Resonanz, Demokratie . . . . . . . . . . . . . . . 83 Engagement als tätiges Handeln .............................83 Resonanzerfahrungen und gutes Leben .......................93 Vom Geben und Nehmen in der Demokratie ..................99 6. Wider die Resignation - Was wir tun können . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111 Anmerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117