Jedes Bild, ob Gemälde, Grafik oder Foto, zeigt einen persönlichen Blick auf die Realität, auch wenn man es ihm nicht ansieht. In diesem Bildband werfen ein Maler (David Hockney) und ein Kritiker (Martin Gayford) einen Blick auf die Geschichte der Malerei. Das Projekt entstand aus Gesprächen heraus,
deshalb sind die Betrachtungen Dialoge zwischen den beiden.
Es ist keine chronologische…mehrJedes Bild, ob Gemälde, Grafik oder Foto, zeigt einen persönlichen Blick auf die Realität, auch wenn man es ihm nicht ansieht. In diesem Bildband werfen ein Maler (David Hockney) und ein Kritiker (Martin Gayford) einen Blick auf die Geschichte der Malerei. Das Projekt entstand aus Gesprächen heraus, deshalb sind die Betrachtungen Dialoge zwischen den beiden.
Es ist keine chronologische Betrachtung der Malerei, vielmehr werden die Bilder in ver-schiedene Kategorien eingeteilt, z.B. „Schatten und Täuschung“, „Spiegel und Spiegelungen“ oder „Fotografie, Wahrheit und Malerei“. So kommt es, dass in einem Kapitel ein japanischer Holzschnitt, die „Sixtinische Kapelle“ von Michelangelo und die „Nacht-schwärmer“ von Edward Hopper als Diskussionsgrundlage dienen. Hockney und Gayford zeigen Beispiele auf, wie z.B. Anfang des 16. Jahrhunderts der Helldunkelschnitt in der Drucktechnik entstand oder wie Künstler erstmals auf den Einsatz von optischen Projektionen zurückgriffen. Die Dialoge betrachten also nicht nur die künstlerische sondern auch die technische Weiterentwicklung der Malerei, wobei auch die Fotografie als Kind der Malerei angesehen wird.
Der opulent illustrierte Band gibt also auch einen Überblick der Malerei von den prähistorischen Höhlenmalereien bis zur Moderne. Eine tolle Geschichte der Entwicklung des Bildermachens, wobei Hockney und Gayford in ihren Disputen auch historische und gesellschaftliche Themen anschneiden. Und die Schlussworte lauten: „Bilder werden sich weiterhin verändern, wie sie das in der Vergangenheit schon immer getan haben“ (Hockney) bzw. „Die Bilder werden immer das Ergebnis eines genauen Hinsehens und Sachverstandes sein und Augen, Hand und Herz erfordern“ (Gayford).