Konersmann erzählt die große Ideengeschichte des Maßes und beleuchtet, wie das Verhältnis von Maß und Maßlosigkeit in der europäischen Geschichte gedacht wurde.
In der europäischen Geschichte galten Maß und Maße, Ethik und Technik, Moral und Wissen einst als zwei Seiten ein und derselben Medaille. Es war geboten, sich generell an das Maß zu halten - an das, was sachlich und sittlich angemessen ist. Ralf Konersmann zeichnet in diesem Buch die Ideengeschichte des Maßes nach: Er zeigt auf, wie dieses Verhältnis wechselseitiger Bestätigung von Maß und Maßen ursprünglich konzipiert war, unter welchen Umständen es zerbrach und die Maßlosigkeit um sich griff.
Konersmann rückt den heute allgegenwärtigen Vormarsch des Messens, Zählens und Rechnens in eine genealogische Perspektive, durch die wir unsere Gegenwart besser begreifen können. Welt ohne Maß bietet eine philosophische Betrachtung der Entwicklung von Normen, Mathematik, Ethik und Mäßigung von der Antike bis zur Moderne und eröffnet neue Einsichten in die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Gesellschaft.
In der europäischen Geschichte galten Maß und Maße, Ethik und Technik, Moral und Wissen einst als zwei Seiten ein und derselben Medaille. Es war geboten, sich generell an das Maß zu halten - an das, was sachlich und sittlich angemessen ist. Ralf Konersmann zeichnet in diesem Buch die Ideengeschichte des Maßes nach: Er zeigt auf, wie dieses Verhältnis wechselseitiger Bestätigung von Maß und Maßen ursprünglich konzipiert war, unter welchen Umständen es zerbrach und die Maßlosigkeit um sich griff.
Konersmann rückt den heute allgegenwärtigen Vormarsch des Messens, Zählens und Rechnens in eine genealogische Perspektive, durch die wir unsere Gegenwart besser begreifen können. Welt ohne Maß bietet eine philosophische Betrachtung der Entwicklung von Normen, Mathematik, Ethik und Mäßigung von der Antike bis zur Moderne und eröffnet neue Einsichten in die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Gesellschaft.
Man liest die sanfte Kulturkritik mit Gewinn. Claudio Steiger Neue Zürcher Zeitung 20220110
Rezensentin Christina Lenz sieht die Gefahr eines Kulturpessimismus zwischen den Zeilen von Ralf Konersmanns Geschichte des Maßhaltens. Der Gang des Philosophen durch die abendländische Philosophie, von Platon über den metaphysischen Glauben bis zu den neuzeitlichen Wissenschaften und in die liberale Moderne scheint Lenz zwar durchaus erkenntnisreich und kurzweilig, weil der Autor jede Menge Bezüge zur Literatur und Kunst herstellt, dahinter aber vernimmt die Rezensentin ein Unbehagen an der Gegenwart, das sie lieber ins Progressive gewendet sähe. Wenn der Mensch den Verlust der Verbindlichkeiten und des Maßes überwinden soll, muss er etwas tun, findet sie.
© Perlentaucher Medien GmbH
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