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In diesem Essay geht es um einen Ausweg aus heutigen Krisen. Einigeder zentralen Konzepte unserer Zeit wie die von Freiheit, Ethik,Erkenntnis und Identität werden zunehmend missverstanden. WestlichenMenschen geht es heute vorwiegend um ihre individuelleFreiheit, sie beziehen sich auf die eigene Identität oder die eigenenGefühle. Selbstbestimmung wird damit nicht als etwas Moralisches,sondern als rein individuelle Herausforderung verstanden, die in derEmanzipation von äußeren Zwängen besteht. Das Vertrackte an dieserAuffassung liegt darin, dass sie Moral durch Freiheit ersetzt. So wirdaus…mehr

Produktbeschreibung
In diesem Essay geht es um einen Ausweg aus heutigen Krisen. Einigeder zentralen Konzepte unserer Zeit wie die von Freiheit, Ethik,Erkenntnis und Identität werden zunehmend missverstanden. WestlichenMenschen geht es heute vorwiegend um ihre individuelleFreiheit, sie beziehen sich auf die eigene Identität oder die eigenenGefühle. Selbstbestimmung wird damit nicht als etwas Moralisches,sondern als rein individuelle Herausforderung verstanden, die in derEmanzipation von äußeren Zwängen besteht. Das Vertrackte an dieserAuffassung liegt darin, dass sie Moral durch Freiheit ersetzt. So wirdaus Selbstbestimmung Selbstherrlichkeit. Gemeinwohl und Kooperationensind erschwert, wenn es dem Individuum nur um sich selbstgeht. Das führt dazu, dass es bei vielen Auseinandersetzungen nur umMacht geht. Dem Konstruktivismus heutiger Zeit erscheint alles, alswäre es vom Menschen modelliert. Wenn aber alles nur durch die Brilleder eigenen Deutungen hindurch erscheint, schotten sich Menschenvon der Fülle der Wirklichkeit ab. Verschwindet die Bedeutung vonWahrheit und einer um ihrer selbst zu respektierenden Welt, werdenVerschwörungsmythen begünstigt, und Diktatoren können ihre Praktikenmit dem Hinweis auf ein 'postfaktisches' Zeitalter rechtfertigen.Menschen haben insgesamt vergessen, den Eigensinn der Wirklichkeitwahrzunehmen und zu respektieren. Sie müssen wieder lernen, sichvon anderem ansprechen zu lassen.
Autorenporträt
Dr. phil. Michael Fröhlich und Dr. phil. Klaus Langebeck haben im Bereich der Philosophie und Philosophiedidaktik an Universitäten und im Bereich der Lehrerausbildung gearbeitet.