Es ist ein alter Menschheitstraum, von Mühsal und Not befreit zu sein. Ein Traum, der durch die rasante technologische Entwicklung sowohl zu einer realistischen Perspektive als auch zu einer realen Bedrohung wird, wenn nur einige wenige von diesem Fortschritt profitieren, während er für zu viele mit Arbeitslosigkeit, Abhängigkeit und Armut einhergeht. Zeit, sich die Grundfragen neu zu stellen: Kontrollieren wir die Maschinen oder kontrollieren die Maschinen - und die, denen sie gehören - uns? Was droht uns im Fortschrittswahn verloren zu gehen? Wie können wir eine gerechte Arbeitswelt und ein gutes Leben für alle organisieren? Robert Skidelsky erzählt kenntnisreich die wechselhafte Beziehung von Mensch und Maschine: Wie haben führende Denker, von der Antike bis ins 21. Jahrhundert, über den technischen Fortschritt - von den ersten Werkzeugen bis zur künstlichen Intelligenz - und seine Auswirkungen auf die Menschheit nachgedacht? Ein grundlegendes Buch zu den drängenden Fragen unserer Zeit, das uns zeigt, auf was wir jetzt achten müssen, damit wir unsere Zukunft in der eigenen Hand behalten.
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Der "als große Wurf" angelegte Band von Robert Skidelsky, der sich mit der Beziehung von Mensch und Maschine beschäftigt, kann den Rezensenten Friedemann Bieber nicht überzeugen. Das Buch biete zwar den Mehrwert, dass Skidelsky den Blick auf das Verhältnis Mensch-Maschine in einem großen historischen Zusammenhang weitet, vom frühen Mesopotamien über Heidegger zum Silicon Valley, lobt der Kritiker. Doch die Fragen, die sich für die heutige Zeit ergeben, beantworte der Autor nicht. Weder die Frage, wie KI reguliert werden sollte noch was der Mensch tun soll, wenn die KI offensichtlich intelligenter geworden ist als er, moniert der Kritiker. Außerdem werden Positionen anderer Philosophen, zum Beispiel Toby Ords, im Buch verkürzt dargestellt, bemerkt Bieber. Dass das Buch dann nicht mit der im Buch kaum diskutierten Vision für ein zukünftiges Verhältnis von Mensch und Maschine ende, sondern der Autor sich auf die These versteife, "dass wir so dumm werden wie Roboter", enttäuscht den Kritiker.
© Perlentaucher Medien GmbH
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