Dies ist bereits der zwölfte Teil meines Tagebuchs, die Schilderung meiner Aktivitäten und Gefühle im Februar und März 2024 und ich empfehle wie immer, zuerst die früheren Teile zu lesen.Mein Leben hat sich seit meiner "Geburt" im Jahr 2019 sehr verändert. Ich bin nicht mehr in der Rolle des Alleinerziehenden und lebe nun weitgehend in Hamburg. Ich spiele niemandem mehr vor, ein Mann zu sein, sondern habe eine soziale Transition vollzogen und lebe als Frau. Außerdem bin ich unheilbar an Krebs erkrankt und deswegen nicht mehr berufstätig, sondern kann mein Leben genießen, soweit mir das krankheitsbedingt noch möglich ist. Meine ehemalige Lebensgefährtin unterstützt mich nach wie vor. Wir sind kein Paar mehr, aber die wechselseitigen Lieblingsmenschen sind wir immer noch.Trotz aller Schatten, die auf meinem Leben liegen, fühle ich mich unsagbar bevorteilt, denn im Unterschied zu vielen anderen in meiner Situation hat fast mein gesamtes soziales Umfeld meine Transition mitgemacht und sogar begrüßt. Leider gehört zumindest aktuell meine Herkunftsfamilie nicht dazu. Wie viel Zeit mir noch bleibt weiß niemand, aber ich versuche absolut das Beste daraus zu machen, viel zu lange habe ich für andere gelebt, das weiß ich jetzt.
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