Heimat, die nicht vergeht, Fremde, die fremd bleibt: Wovon der in Wien geborene Adolf Placzek hier in bildmächtiger, unter die Haut gehender Sprache erzählt, ist ihm selbst widerfahren, als er als jüdischer Emigrant versuchte, in der Neuen Welt Fuß zu fassen. Entstanden ist ein meisterhaftes Stück Prosa, das Erleben in Literatur verwandelt.
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"Mit bestechender, ja anrührender Schlichtheit macht Placzek klar, was Exil und Neuanfang bedeuten: das Aushalten und Bewältigen der fast unerträglichen Spannung zwischen einem Gespensterdasein, dem die Zukunft mit der Vergangenheit entrissen ist, und einer Assimilation, die die Herkunft der Zukunft opfert. Das Verblüffendste an diesem schmalen Buch aber ist, dass es in seiner Fokussierung auf die durch Heimatverlust entwirklichten Menschen gerade das bestürzend deutlich macht, was es völlig verschweigt: das unermessliche Unrecht, das ihnen in ihrer Heimat abgetan wurde." Iris Buchheim, Der Falter, 24.03.00







