Die junge amerikanische Sängerin Magnolia Brown kommt nach Wien, um für die Rolle der Anna Freud in einem Musical am passenden Ort Gesangsunterricht zu nehmen. Sie bezieht ein Zimmer bei ihrer verschrobenen Tante Pia, die sie mit allerlei grausigen Wiener Spezialitäten und der typischen Wiener Denkweise bekanntmacht. Eines Tages entdeckt Magnolia in einer alten Truhe der Tante den Lebensbericht der Rosa Havelka, die Ende des 19. Jahrhunderts als Dienstmädchen in Wien arbeitete und mit dreißig Jahren wegen Mordes zum Tode verurteilt wurde. Es ist die tragische, bewegte Geschichte einer Passion, von schändlichem Ausgenutztwerden, Dünkel, religiösem Wahn und blanker Brutalität. Über der faszinierenden Lektüre vergißt Magnolia fast den Zweck ihres Hierseins: den Unterricht bei dem Gesangslehrer Joseph Horvath, der bezeichnenderweise in Schuberts Sterbehaus wohnt Horvath ist ein Hypochonder par excellence, jedoch auch empfindsam und hochmusikalisch. Es bleibt nicht aus, daß die beiden ei nander näherkommen ...
"In Lilian Faschingers neuem Roman liegt beides dicht beieinander: Schönheit und Schrecken. Sie ist eine bestrickende Erzählerin. [...] Ein hinreißender Roman - bunt, spannend, skurril. Und voll Sympathie für den verführerischen Geist der Stadt." Joachim Campe in der 'Berliner Morgenpost'
"Daß Lilian Faschinger Österreichs fabulierfreudigste Schriftstellerin ist, weiß man seit ihrem Prosadebüt 'Die neue Scheherazade'. [...] Das jüngste Produkt ihrer munter sprudelnden Phantasie übertrifft indes vom Umfang und dem transportierten Bildungsgut her die früheren bei weitem. Bewundernswert, wie Lilian Faschinger die Prosafäden spinnt und zum bunten Textteppich knüpft. [...] Ihr Stil - böse funkelnde Satzkaskaden erinnern zuweilen an Thomas Bernhard - wirkt [...] sehr gediegen, ja erlesen. 'Wiener Passion' ist ein Schmöker. Aber einer auf beträchtlichem Niveau." Ulrich Weinzierl in der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'
"Diese Autorin ist eine leidenschaftliche Erzählerin, eine, die sich auf die Kraft der Sprache verläßt und der das Entwickeln eines Plots sichtbares Vergnügen bereitet. [...] Heldin des aus drei Perspektiven erzählten Romans ist Wien, die Stadt selbst beziehungsweise jene merkwürdige Melange diffuser Gefühle, die sie hervorruft. Leiden und Leidenschaft scheinen hier enger zusammen zu gehören als anderswo. Und auch die Uhren gehen anders: so als seien die Zeiger vor rund hundert Jahren stehengeblieben. Man kann sich also zurücklehnen. Die Zeitreise vergeht wie im Flug, die 550 Seiten sind mühelos zu bewältigen." Meike Fessmann in der 'Süddeutschen Zeitung'
"Eine altehrwürdige Stadt, zwei Jahrhundertwenden, drei Hauptfiguren, tausend Schnurren und noch viel mehr bietet Lilian Faschingers Roman. Einschüchternd ist zunächst die Dicke des Werkes, doch die Fülle von Geschichten aus der Wiener Stadt geht weg wie eine raffinierte Mehlspeise. Ab Mitte des Buches wird den Leser nichts mehr abschrecken, kein sahniger Konjunktiv und keine üppigen Wortpolster, denn hinter der reichlichen Hülle will er nur noch sehen, wie es den drei [Helden] an der schönen blauen Donau ergeht ..." Franz Haas in der 'Neuen Zürcher Zeitung'
"Daß Lilian Faschinger Österreichs fabulierfreudigste Schriftstellerin ist, weiß man seit ihrem Prosadebüt 'Die neue Scheherazade'. [...] Das jüngste Produkt ihrer munter sprudelnden Phantasie übertrifft indes vom Umfang und dem transportierten Bildungsgut her die früheren bei weitem. Bewundernswert, wie Lilian Faschinger die Prosafäden spinnt und zum bunten Textteppich knüpft. [...] Ihr Stil - böse funkelnde Satzkaskaden erinnern zuweilen an Thomas Bernhard - wirkt [...] sehr gediegen, ja erlesen. 'Wiener Passion' ist ein Schmöker. Aber einer auf beträchtlichem Niveau." Ulrich Weinzierl in der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'
"Diese Autorin ist eine leidenschaftliche Erzählerin, eine, die sich auf die Kraft der Sprache verläßt und der das Entwickeln eines Plots sichtbares Vergnügen bereitet. [...] Heldin des aus drei Perspektiven erzählten Romans ist Wien, die Stadt selbst beziehungsweise jene merkwürdige Melange diffuser Gefühle, die sie hervorruft. Leiden und Leidenschaft scheinen hier enger zusammen zu gehören als anderswo. Und auch die Uhren gehen anders: so als seien die Zeiger vor rund hundert Jahren stehengeblieben. Man kann sich also zurücklehnen. Die Zeitreise vergeht wie im Flug, die 550 Seiten sind mühelos zu bewältigen." Meike Fessmann in der 'Süddeutschen Zeitung'
"Eine altehrwürdige Stadt, zwei Jahrhundertwenden, drei Hauptfiguren, tausend Schnurren und noch viel mehr bietet Lilian Faschingers Roman. Einschüchternd ist zunächst die Dicke des Werkes, doch die Fülle von Geschichten aus der Wiener Stadt geht weg wie eine raffinierte Mehlspeise. Ab Mitte des Buches wird den Leser nichts mehr abschrecken, kein sahniger Konjunktiv und keine üppigen Wortpolster, denn hinter der reichlichen Hülle will er nur noch sehen, wie es den drei [Helden] an der schönen blauen Donau ergeht ..." Franz Haas in der 'Neuen Zürcher Zeitung'
