Grünes Wachstum, Nullemission, Energiewende, ökologische Modernisierung. Die Klimadebatte hat ihr eigenes Vokabular hervorgebracht, dessen Begriffe eine strukturkonservative Agenda transportieren: Mit marktbasierten Klimaschutzinstrumenten, grüner Technologie und globalem Management sollen die lebenswichtigen Funktionen der Atmosphäre bewahrt und gleichzeitig ungebremstes Wachstum ermöglicht werden. Dieses Ideal der Industriegesellschaften hat jedoch den Klimawandel verursacht und wird nun zu dessen Lösung umgedeutet.
Im »Wörterbuch Klimadebatte« analysieren Expert_innen aus Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften über 40 Schlüsselbegriffe des Klimadiskurses, die diese Utopie plausibel und alternativlos erscheinen lassen, und zeigen notwendige Perspektiven jenseits einer neoliberalen Klimapolitik.
Im »Wörterbuch Klimadebatte« analysieren Expert_innen aus Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften über 40 Schlüsselbegriffe des Klimadiskurses, die diese Utopie plausibel und alternativlos erscheinen lassen, und zeigen notwendige Perspektiven jenseits einer neoliberalen Klimapolitik.
»Wie in vielen anderen Diskursen um Humanität, Menschlichkeit, Solidarität und Empathie kommt es auch bei den Auseinandersetzungen um eine fach-, sachgerechte und humane Klimapolitik darauf an, nicht nach allzu vereinfachenden Ja-Nein-Lösungen Ausschau zu halten, sondern ganzheitliches Denken und Handeln zu üben und im alltäglichen und gesellschaftlichen Diskurs zu praktizieren. Deshalb sollte das Wörterbuch Klimadebatte gute Dienste leisten.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 29.12.2015 20151229
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 29.12.2015 20151229







