Gedichte waren es, so Ruth Klüger, die ihr geholfen haben, den Holocaust zu überleben. Doch nicht nur Gedichte anderer gaben ihr Halt, sondern auch die eigenen, die sie als junges Mädchen in Auschwitz und danach bis in die Gegenwart hinein verfasste, aber kaum veröffentlichte. Nach dem Krieg beschäftigte sie sich als Literaturwissenschaftlerin zunächst mit fremden Texten. Beim Schreiben eigener Lyrik setzte sie sich immer wieder mit Adornos berühmtem Satz "Nach Auschwitz Gedichte zu schreiben ist barbarisch" auseinander, um ihn dann doch achselzuckend beiseitezuschieben. In diesem Band sind…mehr
Gedichte waren es, so Ruth Klüger, die ihr geholfen haben, den Holocaust zu überleben. Doch nicht nur Gedichte anderer gaben ihr Halt, sondern auch die eigenen, die sie als junges Mädchen in Auschwitz und danach bis in die Gegenwart hinein verfasste, aber kaum veröffentlichte. Nach dem Krieg beschäftigte sie sich als Literaturwissenschaftlerin zunächst mit fremden Texten. Beim Schreiben eigener Lyrik setzte sie sich immer wieder mit Adornos berühmtem Satz "Nach Auschwitz Gedichte zu schreiben ist barbarisch" auseinander, um ihn dann doch achselzuckend beiseitezuschieben. In diesem Band sind nun erstmals Ruth Klügers eigene Gedichte, entstanden zwischen 1944 und heute, versammelt.
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Autorenporträt
Ruth Klüger, geboren 1931 in Wien, wurde in die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz und Christianstadt verschleppt. 1947 emigrierte sie in die USA und lehrte Germanistik an der University of Virginia, in Princeton sowie an der University of California in Irvine. Heute lebt sie in Irvine/Kalifornien und Göttingen. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt Thomas-Mann-Preis der Stadt Lübeck, Roswitha-Preis der Stadt Gandersheim, Lessing-Preis des Freistaats Sachsen. Bücher (u.a.): Katastrophen. Über deutsche Literatur (1994); Frauen lesen anders (1996); Gemalte Fensterscheiben. Über Lyrik (2007); weiter leben. Eine Jugend (1992) wurde in zehn Sprachen übersetzt. 2008 erschien bei Zsolnay unterwegs verloren. Erinnerungen sowie Was Frauen schreiben (2010) und Zerreißproben. Kommentierte Gedichte (2013).
Rezensionen
"Klügers Lyrik - Sprache gewordene, abgebröckelte Stückchen vom Ich. Hoffnungslos lebensbejahend. Illusionslos poetisch." Steffen Georgi, Leipziger Volkszeitung, 06.09.13 "Das Prädikat "einzigartig" gebührt Ruth Klügers Band gleichwohl. Texte und Kommentare stehen völlig gleichberechtigt nebeneinander, und sie bilden gemeinsam ein ganzes, sorgfältig komponiertes Buch: eine Lebensgeschichte." Wulf Segebrecht, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.13 "Es sind einzigartige Gedichte, die Ruth Klüger in einer wunderbaren, betörenden Sprache geschrieben hat. Gedichte, die zum Teil Unfassbares in Worten ausdrücken und gleichzeitig große Dicht-Kunst sind." Matthias Ehlers, WDR5, 16.11.2013
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