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Ein Taschenmesser und eine Wolldecke sind das Einzige, was der 13-jährigen Barbara 1945 bleibt, als sie mit ihrer Familie, die zu den Prager Deutschen gehört, aus der Tschechoslowakei vertrieben wird. In ihren bewegenden Lebenserinnerungen erzählt die Angehörige der böhmischen Aristokratie von der opulenten und skurrilen Welt ihrer Kindheit und von einem Neuanfang im Österreich der Nachkriegsjahre. Von ihrer Arbeit als bedeutender politischer Berichterstatterin während des Kalten Krieges an Schauplätzen wie Prag, Danzig, Budapest und Ostberlin. Und von ihrer Ehe mit dem jüdischen Kommunisten…mehr

Produktbeschreibung
Ein Taschenmesser und eine Wolldecke sind das Einzige, was der 13-jährigen Barbara 1945 bleibt, als sie mit ihrer Familie, die zu den Prager Deutschen gehört, aus der Tschechoslowakei vertrieben wird. In ihren bewegenden Lebenserinnerungen erzählt die Angehörige der böhmischen Aristokratie von der opulenten und skurrilen Welt ihrer Kindheit und von einem Neuanfang im Österreich der Nachkriegsjahre. Von ihrer Arbeit als bedeutender politischer Berichterstatterin während des Kalten Krieges an Schauplätzen wie Prag, Danzig, Budapest und Ostberlin. Und von ihrer Ehe mit dem jüdischen Kommunisten Franz Marek, der zum Vertrauten Rudi Dutschkes wurde. Barbara Coudenhove-Kalergis kluges und warmherziges Buch versammelt noch einmal die mitteleuropäische Welt von gestern - für heute.
Autorenporträt
Barbara Coudenhove-Kalergi, geboren 1932, wurde 1945 mit ihrer deutschsprachigen Familie aus ihrer Heimatstadt Prag vertrieben und lebt seither in Österreich, wo sie zu einer der bekanntesten und profiliertesten Journalistinnen wurde. Sie schrieb für nahezu alle wichtigen Printmedien und berichtete als langjährige politische Korrespondentin für den ORF vor allem aus Osteuropa. Ihr Erinnerungsbuch ¿Zuhause ist überall¿ entwickelte sich zu einem Überraschungsbestseller und stand auf den österreichischen Bestsellerlisten lange Zeit ganz oben. Barbara Coudenhove-Calergi erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels 2013 und den Georg-Dehio-Preis 2014.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Schon Barbara Coudenhove-Kalergis Onkel, Richard Nikolaus, hatte sich in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts für den aristokratischen Internationalismus eingesetzt und die "Paneuropa-Bewegung" gegründet, weiß Rezensent Christoph Bartmann. Die Nichte ist dem Familienprojekt treu geblieben, berichtet der Rezensent. In ihrem Buch "Zuhause ist überall" hat die ehemalige Journalistin jetzt ihre Erinnerungen aufgeschrieben  an ihre Kindheit als "Böhmin deutscher Zunge", die sich weder als Deutsche noch als Österreicherin oder Tschechin fühlen konnte, und an ihre aristokratische Familie, die während der Vertreibung nach Österreich floh, wo sie noch Ländereien hatte, fasst Bartmann zusammen. Coudenhove-Kalergi war eine jener Linken, die sich auch im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts noch aktiv für ein anderes Österreich einsetzten. Ihr Unmut über Haider und Konsorten kommt im Buch nicht zu kurz, verrät der Rezensent. Auch für jene ein lesenswertes Buch, die sich nicht mehr an die Journalistin erinnern, findet der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Barbara Coudenhove-Kalergi ist die Quadratur des Kreises gelungen: Memoiren, die nicht eitel sind." Franz Schuh, WDR5, 16.02.13 "Ihre Erinnerungen zeichnen ein lebendiges Panorama der jüngeren österreichischen und mitteleuropäischen Geschichte. Sie fesseln den Leser mit dem Reichtum des Erzählten und bestechen vor allem durch die Eleganz der Sprache und des Geistes. Ein wunderbares Buch." Georg Hoffmann-Ostenhof, profil, 18.02.13 "Ein anschaulich geschriebener und warmherziger Erinnerungsband und gleichzeitig ein Stück Zeitgeschichte." dpa, 20.2.2013 "Lesenswerte Erinnerungen der Grande Dame des österreichischen Journalismus, die stets die Balance zwischen ihrem eigenen Schicksal und dem relativierenden Blick auf die Historie halten". Dirk Schümer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.13