Dieses Buch widmet sich einer grundlegenden Frage moderner Wissenschaft: Wie weit tragen unsere Ordnungsbegriffe - und wo beginnen sie, die Wirklichkeit eher zu verdecken als zu erklären? Aus einer ordnungs- und systemtheoretischen Perspektive untersucht der Autor zentrale Grenzphänomene der Physik, darunter die Frage nach dem Anfang des Universums, das kosmische Mikrowellenrauschen sowie aktuelle Befunde zu Schwarzen Löchern und Quasaren.Im Zentrum steht nicht die Entwicklung alternativer physikalischer Theorien, sondern eine epistemische Klärung: Ordnung, Zeit, Zufall, Rauschen und Singularität werden nicht als ontologische Gegebenheiten verstanden, sondern als Begriffe innerhalb begrenzter Ordnungszugriffe. Das Buch zeigt, dass viele scheinbar ungelöste Probleme weniger auf fehlendes Wissen zurückgehen als auf eine Überdehnung formaler Modelle über ihren legitimen Geltungsbereich hinaus.Der Text ist als analytischer Essay angelegt. Er verbindet formale Ordnungstheorie mit einer reflektierten Auseinandersetzung mit aktueller naturwissenschaftlicher Forschung, ohne sich in Spezialdebatten zu verlieren oder populärwissenschaftliche Vereinfachungen vorzunehmen. Dabei wird deutlich, dass Grenzphänomene nicht das Ende wissenschaftlicher Erkenntnis markieren, sondern wichtige Hinweise auf die Bedingungen ihrer Wirksamkeit liefern.Das Buch richtet sich an Leserinnen und Leser mit philosophischem, naturwissenschaftlichem oder systemtheoretischem Interesse, die bereit sind, vertraute Deutungsmuster zu hinterfragen. Es versteht sich als Beitrag zur wissenschaftstheoretischen Selbstklärung moderner Forschung - jenseits von Weltformel-Ansprüchen, aber auch jenseits resignativer Grenzdiagnosen.
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