Am 26. Mai 1952 beschloss der Ministerrat der DDR die "Errichtung eines besonderen Regimes an der Demarkationslinie". Die Grenze zu Westdeutschland sollte zu einer Sicherheitszone ausgebaut werden. Hierzu wurden binnen weniger Tage alle Bewohner innerhalb eines neu geschaffenen, rund fünf Kilometer tiefen Sperrgebietes überprüft. Mehr als 8000 als politisch unzuverlässig Eingestufte wurden zwangsweise aus dem Sperrgebiet aus- und im Landesinneren angesiedelt - Tarnwort des Geheimunternehmens: "Aktion Ungeziefer". Am 3. Oktober 1961 folgte im Zuge der Mauerbefestigung eine erneute Aussiedlung…mehr
Am 26. Mai 1952 beschloss der Ministerrat der DDR die "Errichtung eines besonderen Regimes an der Demarkationslinie". Die Grenze zu Westdeutschland sollte zu einer Sicherheitszone ausgebaut werden. Hierzu wurden binnen weniger Tage alle Bewohner innerhalb eines neu geschaffenen, rund fünf Kilometer tiefen Sperrgebietes überprüft. Mehr als 8000 als politisch unzuverlässig Eingestufte wurden zwangsweise aus dem Sperrgebiet aus- und im Landesinneren angesiedelt - Tarnwort des Geheimunternehmens: "Aktion Ungeziefer". Am 3. Oktober 1961 folgte im Zuge der Mauerbefestigung eine erneute Aussiedlung von mehr als 3000 Personen, die "Aktion Festigung". Den Autoren ist es gelungen, anhand umfangreicher Archivstudien und Zeitzeugenbefragungen das gesamte Ausmaß der Aktionen anschaulich zu rekonstruieren und durch zahlreiche Materialien zu dokumentieren. In einem umfangreich aktualisierten Schlusskapitel wird auf die Entwicklung seit 1989 eingegangen und über die unterschiedlichen Formen der Rehabilitierung und Entschädigung für das begangene Unrecht informiert.
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Autorenporträt
Jahrgang 1941, 1960-64 Studium der Chemie und Mathematik in Potsdam, während des Studiums am 3. Oktober 1961 aus Dömitz/Elbe ausgesiedelt, danach zwei Jahre Lehrerin bei Rostock, später Studium der Chemie in Dresden und Berlin, bis 1984 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften der DDR, seit 1991 publizistisch tätig, vorrangig zum Thema Zwangsaussiedlungen und MfS.
Inge Bennewitz: Jahrgang 1941, 1960-64 Studium der Chemie und Mathematik in Potsdam, während des Studiums am 3. Oktober 1961 aus Dömitz/Elbe ausgesiedelt, danach zwei Jahre Lehrerin bei Rostock, später Studium der Chemie in Dresden und Berlin, bis 1984 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften der DDR, seit 1991 publizistisch tätig, vorrangig zum Thema Zwangsaussiedlungen und MfS. Rainer Potratz: Jahrgang 1953, Studium der Geographie und Sozialwissenschaften in Berlin und Köln, anschließend Studium der Geschichtswissenschaften in Bochum, Museumspädagoge an der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Referent für Forschung und Öffentlichkeitsarbeit bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur. Zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und Ausstellungen zur jüngsten deutschen Geschichte.
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