Wie sah der Dreißigjährige Krieg »aus der Nähe« aus? In diesem Band werden weniger die großen politischen und militärischen Ereignisse thematisiert als vielmehr die Frage, wie der Krieg von den Menschen erlebt wurde. Damit rücken alltags- und erfahrungsgeschichtliche Probleme ins Blickfeld, etwa die vielfältigen Formen des Überlebens. Der Krieg wird als umfassender Ereignis- und Erfahrungszusammenhang gesehen, der allerdings in verschiedenen Regionen auf unterschiedliche Weise erlebt wurde. Die zeitgenössische Wahrnehmung umfaßt die Einheit des nicht enden wollenden Krieges ebenso wie Kriegsabläufe und Kriegsauswirkungen in einer großen regionalen Vielfalt. In den Wahrnehmungen und Erfahrungen der Menschen werden mentale, religiöse und kulturelle Prägungen erkennbar; Literatur, bildende Kunst und Musik sind in diesem Zusammenhang von besonderem Interesse. Der Blick »aus der Nähe« ermöglicht aber auch neue Einsichten in soziale Beziehungen und gesellschaftliche Strukturen.Durch die Analyse von Selbstzeugnissen, von ikonographischen, musikalischen, literarischen und statistischen Quellen gelingt es den Autoren, in die »Nähe eines fernen Krieges« (N.E. Villstrand) zu kommen.
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