"Zwischen Himmel und Erde" von Otto Ludwig ist eine tiefgründige Erzählung, die die inneren Konflikte und die Entwicklung des Protagonisten Apollonius Nettenmair beleuchtet. Die Geschichte beginnt mit der Rückkehr von Apollonius in seine Heimatstadt nach einer langen Wanderschaft. Er wird von seinem Vater zurückgerufen, um bei der Reparatur des Kirchendaches von Sankt Georg zu helfen. Apollonius ist ein Mann, der von einer tiefen Liebe zur Heimat und einem starken Pflichtbewusstsein geprägt ist. Diese Eigenschaften stehen jedoch im Konflikt mit seinen persönlichen Gefühlen, insbesondere seiner unerwiderten Liebe zu Christiane, der Frau seines Bruders. Die Erzählung entfaltet sich vor dem Hintergrund der strengen und oft unnachgiebigen Familienstrukturen des 19. Jahrhunderts. Apollonius' Vater ist ein Mann von eiserner Disziplin und erwartet von seinen Söhnen Gehorsam und Pflichterfüllung. Diese Erwartungen führen zu Spannungen innerhalb der Familie, insbesondere als Apollonius erkennt, dass Christiane, die er einst liebte, nun die Frau seines Bruders ist. Trotz dieser emotionalen Belastung bemüht sich Apollonius, seine Gefühle zu unterdrücken und seine Aufgaben mit Hingabe zu erfüllen. Ludwig zeichnet ein eindrucksvolles Bild der inneren Zerrissenheit seines Protagonisten, der zwischen seinen eigenen Wünschen und den Erwartungen seiner Familie hin- und hergerissen ist. Die Erzählung endet mit einer resignativen Akzeptanz der Umstände, wobei Apollonius lernt, dass das Streben nach persönlichem Glück oft den Anforderungen der Realität weichen muss.
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