träge Heimatgeschichte **
In drei Teilen berichtet dieser historischer Heimatroman über das Ende des Hauses Hirschhorn.
** Im ersten Teil sucht die erste Frau Ursula von Sternenfels des letzten Stammherrn Friedrich von Hirschhorn ihre Eltern. Lange wird ein Geheimnis daraus gemacht, bis
schließlich klar wird, dass die Hirschhorns sie umgebracht haben. Die Mutter wurde in der Burg Hirschhorn…mehrträge Heimatgeschichte **
In drei Teilen berichtet dieser historischer Heimatroman über das Ende des Hauses Hirschhorn.
** Im ersten Teil sucht die erste Frau Ursula von Sternenfels des letzten Stammherrn Friedrich von Hirschhorn ihre Eltern. Lange wird ein Geheimnis daraus gemacht, bis schließlich klar wird, dass die Hirschhorns sie umgebracht haben. Die Mutter wurde in der Burg Hirschhorn lebendig eingemauert, Friedrich musste den letzten Stein setzen, der Vater soll in Handschuhsheim eingemauert worden sein.
Zu erwähnen ist noch, dass Friedrich als Kind bei einem Wettkampf den letzten Thronfolger des Hauses Handschuhsheim so verletze, dass er starb. Beider Großmutter, die Beußerin von Ingelheim verfluchte daraufhin das Haus Hirschhorn, damit auch dieses ausstarb.
** Teil zwei behandelt nun den Beginn des Dreißigjährigen Kriegs, bei dem Friedrich eigentlich neutral bleiben wollte, da er selbst evangelisch war, sein Lehnsherr der Erzbischof von Mainz aber katholisch. Doch sein Sohn Hans kämpft auf Seiten Heidelbergs gegen Tilly, der sich nach Wimpfen zurückzieht. (236) So reitet der Vater nach Heidelberg, aber im Streit auf dem Rückweg stirbt der Sohn. Ursulas nächster Sohn stirbt auch und sie mit ihm.
** Drittel Teil: „Der Herzog zu Bayern war Kurfürst von der Pfalz geworden. Aber er zeigte sich nicht im neuerworbenen Lande“ (281). Friedrich heiratet Magarete von Helmstadt, versucht sich aus dem Krieg herauszuhalten, was zu der Redensart führte: „Ihr habt es gut, denn ihr seid hirschhornisch.“ (284)
Aber auf der Flucht nach Heilbronn begegnet er wieder der Beußerin von Ingelheim. Der schon gesundheitlich angeschlagene Friedrich stirbt und auch Magaretes Kind wird durch einen Unfall vergiftet.
** Alles ist ziemlich klein gedruckt, alles sehr ausführlich erzählt, daher sehr anstrengend und mit 2 Sterne bin ich froh, dass ich es hinter mir habe.
** Zitate:
Aus dem weiten und warmen Busen des Schwabenlandes rauscht der Neckar dem Odenwald zu. (5)
Am Fuße des Königsstuhles rauschte der Neckar lauter, als er heute rauscht, denn man war den Granitblöcken, die im Strombett liegen, noch nicht mit Pulver und Dynamit zu Leibe gegangen. Viel mehr Waldvögelchen als heute netzten ihre Schnäbel im Neckarwasser, denn man hatte die Ufer des Flusses und der Seitenbäche nicht von dem Buschwerk gesäubert und ließ die lieben Hecken wachsen, wo sie wollten. (5f)
unsere Vergangenheit ist ein fertiges Ding. An ihr können wir nichts ändern. (34)
In den hundert Dörfern des Hauses Hirschhorn herrschte große Freude. Dem alten Geschlecht war ein Stammhalter geboren. […] Am Abend loderten auf vielen Höhen des Odenwaldes und des Kraichgaues Freudenfeuer, und in den Städten Oppenheim, Bruchsal und Sinsheim, wo das Haus Hirschhorn Fronhöfe besaß, wurde mit Katzenköpfen geschossen. (143)
Ganz besonders aber fesselten ihn die wie glühendes Morgenrot leuchtenden Steinbrüche rechts und links vom Strome. Es wimmelten darin von Menschen, (169f)
im dunkelgetäfelten Gemach des Hirschhorner Hofes in der Kettengasse (170)
Über Graf Mansfeld: gestern voll Umsicht und Tatkraft, heute ein trunkener Bauernbursche, der nichts anderes begehrt als ein Bett. (228)