Einsamkeit in den Alpen
Fiktion gefällt mir am besten, wenn man nachher sagen kann, es könnte so gewesen sein.
Eine Frau als Ich-Erzählerin alleine im Hochgebirge, wobei lange nicht klar ist, dass es eine Frau ist, bis sie mal ihren BH auszieht. Nicht klar ist den Kritikern der SZ und FAZ wo die
Handlung spielt. Auf S.12 steht „Alpenwiese“ (wenn dieser Begriff botanisch definiert wird, könnte…mehrEinsamkeit in den Alpen
Fiktion gefällt mir am besten, wenn man nachher sagen kann, es könnte so gewesen sein.
Eine Frau als Ich-Erzählerin alleine im Hochgebirge, wobei lange nicht klar ist, dass es eine Frau ist, bis sie mal ihren BH auszieht. Nicht klar ist den Kritikern der SZ und FAZ wo die Handlung spielt. Auf S.12 steht „Alpenwiese“ (wenn dieser Begriff botanisch definiert wird, könnte eine Alpenwiese auch in den Pyrenäen liegen), auf S.18 folgt, dass der Gipfel 2871m hoch ist und auf S.61 ist von drei Seen, „die sich ineinander ergossen“, die Rede. Also google maps hat da was gefunden in der Nähe der Grenze zwischen Frankreich und Italien. Mehr will ich nicht verraten, sonst ist es mit der Einsamkeit dort vorbei.
Aber das ist gar nicht wichtig. Beschrieben wird das Leben in der Einsamkeit, im Zelt, in der Hütte, die Gefahren des Gebirges, die Sicherungen dagegen. Ich musste nachschlagen und lernte, was ein Grigri ist. Flora und Fauna lernen wir kennen, auch weil die Ich-Erzählerin einen Garten anlegt.
Hin und wieder wird es philosophisch. Es geht um ein Spiel mit Versprechen und Drohung. Lange ist nicht klar, welches Spiel gemeint ist. Schach kann es nicht sein, weil man Schach nicht alleine spielen kann.
Und dann wird die Einsamkeit gestört, durch einen anderen Menschen, einem „Wollpaket“, das eine Metamorphose erlebt.
Ein bisschen wie Peter Handke, wenig Handlung, viel Beschreibung. Es bringt aber Lust auch so einen Sommer im Gebirge zu verbringen. Weil es mitunter Länge hat, muss ich aber einen Stern abziehen.