Nachdem ich von Dasy Johnson bereits "Die Schwestern" gelesen habe und von diesem Werk nur halbwegs begeistert war, wollte ich der Autorin noch einmal eine faire Chance geben und habe zu ihrem neuesten Werk "Das Hotel" gegriffen. Meine Erwartungen waren nicht enorm hoch, was an sich ganz gut war,
denn leider konnte mich auch diese Anthologie rund um ein mysteriöses Hotel nicht sonderlich…mehrNachdem ich von Dasy Johnson bereits "Die Schwestern" gelesen habe und von diesem Werk nur halbwegs begeistert war, wollte ich der Autorin noch einmal eine faire Chance geben und habe zu ihrem neuesten Werk "Das Hotel" gegriffen. Meine Erwartungen waren nicht enorm hoch, was an sich ganz gut war, denn leider konnte mich auch diese Anthologie rund um ein mysteriöses Hotel nicht sonderlich begeistern.
Auf knapp 160 Seiten sind insgesamt fünfzehn Kurzgeschichten zu einem Hotel gestanden, in welchem es nicht nur zu einigen Vermissten- und Todesfällen gekommen ist, sondern es wird auch über die Entstehung des Hotels erzählt. Die jeweiligen Geschichten beziehen sich dabei auf Einzelschicksale, aber auch auf das Hotel selbst, welches nicht nur mysteriös ist und sich immer wieder verändert, sodass es für nahezu jeden Menschen anders aussieht.
An sich hätte das wirklich gut funktionieren und ein interessantes Gesamtbild zum Hotel abgeben können, aber leider ist dies der Autorin meiner Meinung nach nicht gelungen, denn sie verstrickt sich immer wieder in Erklärungen rund um das Hotel und die Geschichten kratzen lediglich immer nur an der Oberfläche, sodass es mir deutlich an Tiefe gefehlt hat.
Es sind zwar hier und da durchaus Horrorelemente enthalten, allerdings kommen mir diese viel zu selten vor, als wirklich mit den Figuren und ihren Schicksalen mitfiebern zu können. Obwohl viele der Geschichten tatsächlich sehr kurz sind, habe ich dennoch oft das Gefühl gehabt, dass sich viele davon wie Kaugummi gezogen haben, weil einfach viel zu sehr auf kleinere Details eingegangen wurde, die am Ende noch nicht einmal wichtig erscheinen. Auch die Figuren in den Geschichten blieben mir stets fremd, sodass ich keinerlei Bezug zu ihnen aufbauen konnte.
Letztendlich werden hier Geschichten rund um ein Hotel erzählt, die man leider viel zu schnell wieder vergessen hat, da es nicht nur an Tiefe mangelt, sondern auch an Spannung und Dramatik. Ich hätte diese Anthologie wirklich gern gemocht, aber leider sollte es nicht sein. Ob ich der Autorin auch noch eine dritte Chance geben werde, ist mehr als unwahrscheinlich.